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Ausgabe 03/2008

European Packaging Institute (EPI)
Reports, News, Notifications - Deutsche Ausgabe 3/2008

Aktionsplan der Europäischen Kommission für nachhaltige Konsumtion und Produktion

Unter dem Titel „Sustainable Consumption and Production (SCP) Action Plan“ hat die Europäische Kommission einen Aktionsplan zur Förderung der Nachhaltigkeit des Verbrauchs und der Produktion veröffentlicht. Der Plan sieht vor, im Frühjahr 2009 dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat konkrete Vorschläge zu übermitteln. Der Aktionsplan strebt die Ablösung von ökologisch unvorteilhaften Produkten durch Produkte an, die den Anforderungen der Nachhaltigkeit entsprechen, die Beeinflussung der Verbraucher zur Veränderung ihrer Kaufgewohnheiten sowie eine Ablösung von Produkten mit hohem Energieverbrauch durch Produkte mit geringerem Energieverbrauch. Zu den Zielen gehören ferner eine dynamische Politik, die auf Lebenszyklusanalysen beruht, und die Festlegung von minimalen Anforderungen und von fortschrittlichen Maßstäben für das umweltgerechte Verhalten. Aus diesem Grunde besteht der Plan aus der Kommunikation über den nachhaltigen Verbrauch und die nachhaltige Produktion sowie über die Schlussfolgerungen für die Beschaffung der Behörden. Vorgesehen sind ferner eine Direktive für die Anforderungen an das Ökodesign für energieverbrauchende Produkte sowie Vorschläge für ein Ökolabel der Gemeinschaft, ebenso für die freiwillige Teilnahme der Organisationen am Umweltmanagementsystem und am Auditprogramm.

Vorgaben für die Abfallwirtschaft in den Ländern der Europäischen Union

Nach der Verabschiedung der revidierten Fassung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie, der „Waste Framework Directive“, am 17. Juni 2008 bereitet die Europäische Kommission gegenwärtig eine Reihe von Schriften über die verschiedenen Aspekte der Abfallvermeidung vor. Dies geht aus dem neuesten 44. Bulletin von EUROPEN, der Europäischen Organisation für Verpackung und Umwelt, hervor. Dem Bulletin zufolge will die Europäische Kommission Leitfäden für die Abfallvermeidung für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union entwickeln – als Voraussetzung für ein einheitliches Vorgehen der 27 EU-Staaten in der Abfallwirtschaft und damit auch einer Vorbeugung von Handelhemmnissen. Bis zum Jahr 2020 sind 50% der Haushaltsabfälle sowie ähnlicher Abfälle von diesen Werkstoffen der Wiederverwertung oder dem Recycling zuzuführen.

Neue Studie zur EMBALLAGE über Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung

In Vorbereitung auf die Weltverpackungsausstellung EMBALLAGE 2008 in Paris ist eine neue Studie über Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung erarbeitet worden. Grundlage für die Studie, die den Zeitraum bis 2010 im Visier hat, waren 378 Interviews mit Herstellern von Verpackungsmaschinen sowie von Packstoffen und Packmitteln und mit Verpackungsanwendern. 238 der befragten Persönlichkeiten waren dabei den Käufern von Verpackungsmaterialien zuzuordnen. Die Befragungen ergaben, dass bei der Auswahl der Packstoffe das wachsende ökologische Bewusstsein der Bevölkerung an Bedeutung gewinnt. Dies bedeutet, dass zwar bei der Anwendung von Packmitteln aus Kunststoff besonders hohe Wachstumsraten zu erwarten sind, dass aber auch bei Packmitteln aus Papier, Karton und Pappe mit einem weiteren Wachstum des Einsatzes zu rechnen ist. Weitere Triebfedern und Ansatzpunkte für künftige Entwicklungen sind die Forderungen nach höherer Kosteneffektivität, erhöhter Sicherheit und mehr Convenience.

Entwicklung der Logistik und die Anforderungen an die Verpackung

Einen Einblick in die logistische Situation in Osteuropa und in geplante Entwicklungen hat eine internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz vermittelt, die mit Teilnehmern aus vier Ländern am 16. und 17. Mai 2008 in der armenischen Hauptstadt Yerevan durchgeführt worden ist. Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz liegen nunmehr in einem Sammelband mit dem Titel „Transport-Logistika“ vor, der von den Veranstaltern – der Assoziation ARMENPAK, der Staatlichen Ingenieuruniversität von Armenien, der Französischen Universität in Armenien, dem Russischen Logistischen Koordinierungsrat und der russischen Fachzeitschrift „Logistika“ – im Verlag Antares in Yerevan herausgegeben worden ist. Der Band bietet auf 138 Seiten 22 Beiträge in der russischen Fassung. Dipl.-Ing. Igor Smirennyi, der Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstandes des Europäischen Verpackungsinstituts e. V., erläutert in dem Band die Rolle der Verpackung für logistische Prozesse und damit zugleich die Bedeutung des Verpackungswesens für die Logistik.
Interessenten an der Publikation können sich wenden an den Verlag Antares, RA Yerevan 0009, pr. Maschtotza 50a/1.

Ergebnisse des EU-Projektes SUSTAINPACK

Die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Verpackungen auf Faserbasis war das Hauptziel des Forschungsprojektes SUSTAINPACK, das von der Europäischen Union mit 16,7 Millionen Euro gefördert worden ist. Anlass für das Forschungsprojekt war die Frage nach den Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen, um wettbewerbsfähige Verpackungen innerhalb von 10 Jahren aus erneuerbaren Rohstoffen auf dem Markt einzuführen. Zum Projekt, an dem u. a. STFI Packforsk und die Universitäten Bologna und Karlstad, Pira International, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie Praxispartner aus mehreren europäischen Ländern beteiligt waren, gehörten 6 Teilprojekte. Diese bezogen sich auf die Marktbedürfnisse, die Einführung der Nanotechnologie in die Herstellung und Verarbeitung von Zellstoff, die Entwicklung von Folien aus Fasermaterialien und Biokunststoffen sowie von Beschichtungen zur Verbesserung der Barrierewirkung und der Bedruckbarkeit, außerdem faserbasierte 3-D-Verpackungslösungen und die Verbesserung der „Kundenansprache“ mit Verpackungen.
Interessenten können die Berichte über die bei den Teilprojekten erzielten Ergebnisse unter
http://www.sustainpack.com/reports.html abrufen.

Die Verpackung als ein Stimulus für das Wirtschaftswachstum

Unter dem Titel „Die Verpackung als ein Stimulus für das Wirtschaftswachstum der Region und den Umweltschutz auf regionaler Skala“ werden zur Zeit am Polnischen Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrum COBRO in Warschau in Zusammenarbeit mit der Norwegischen Forschungsgesellschaft STØ AS Untersuchungen durchgeführt, die im April 2011 abgeschlossen werden sollen. Als Untersuchungsgebiet wurde die Region Masowien mit Warschau als Zentrum ausgewählt. Mit Gebieten in der Umgebung liefert die Untersuchungsregion 84% der gesamten polnischen Obstproduktion sowie 54% der Gemüseproduktion des Landes. 9% des frischen Obstes und Gemüses werden gegenwärtig exportiert. Bei den Untersuchungen werden neben den Möglichkeiten einer Verbesserung der Qualität sowie speziell der Lagerfähigkeit der Produkte und einer Verringerung der Transportrisiken auch die Kriterien für die Bewertung und die Auswahl der Verpackungen berücksichtigt. Das Programm reicht bis zu den Möglichkeiten einer Verringerung nachteiliger Einflüsse auf die Umwelt, speziell durch Verringerung des Resourcenverbrauchs.

Internetsystem für die Verpackungsentwicklung

Am Polnischen Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrum COBRO in Warschau wird zur Zeit ein System für die Verpackungsentwicklung mit Hilfe des Internets erarbeitet. Die hierfür notwendigen Untersuchungen werden im Rahmen des Forschungsprogramms „Verpackung als Stimulus für das ökonomische Wachstum in der Region und für einen verbesserten Umweltschutz“ durchgeführt. Partner bei den Untersuchungen, die mit finanzieller Unterstützung aus Norwegen durchgeführt werden, ist das Institut für Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft in Warschau. Bis 2011 soll das System fertig gestellt werden, für das die Bezeichnung „The packaging selection support internet system -e-hortipak-cobro-eu“ gewählt worden ist. Bei den Entwicklungsarbeiten werden sowohl die Aspekte der Verpackungsproduzenten und der landwirtschaftlichen Erzeuger als auch die Belange des Groß- und Einzelhandels berücksichtigt. Schwerpunkte der Untersuchungen ist die Verpackung von Erzeugnissen des Gartenbaus, bei denen ungeeignete Verpackungen zu hohen Verlusten führen sowie die Absatzmöglichkeiten verringern können. In Polen waren in den letzten Jahren bereits Absatzeinbußen zu verzeichnen.

Drei Promotionen zu Themen der Verpackung in Poznan

Die Fakultät für Warenkunde der Ökonomischen Universität Poznan hat an drei Wissenschaftlerinnen für Untersuchungen auf dem Gebiet der Verpackung den Doktorgrad verliehen. Zwei der Themen, die von Prof. Dr. Zenon Foltynowicz betreut worden sind, behandeln Fragen des Einsatzes von Sauerstoff-Fängern in Verpackungen und der Rolle von Nanopartikeln bei der Verbesserung der Qualität von Verpackungen.
Das Thema „Praktische Aspekte neuer Sauerstoff-Fänger auf der Grundlage von Molekularsieben und ausgewählten organischen Substanzen“ war von Frau Emilia Frydrych bearbeitet worden. An Hand von Modellverpackungen studierte die Autorin die Anwendungsmöglichkeiten nichtmetallischer Sauerstoff-Fänger mit Terpenen und Phenolderivaten auf den Molekularsieben.
Gegenstand der Dissertation von Frau Patrycja Jakubiak war der „Effekt von Nanoteilchen von Cellulosederivaten auf die Anwendungseigenschaften“. Im Rahmen der Untersuchungen wurden die Einflüsse von Celluloseacetatbutyrat und Celluloseacetatpropionat auf die Werkstoffeigenschaften untersucht. Zu den Ergebnissen gehört der Nachweis von Möglichkeiten, um die bisherigen Plasthilfsstoffe durch bioabbaubare Stoffe zu ersetzen.
Die dritte Dissertation, die Prof. Dr. Maciej Urbaniak betreut hat, hatte die „Bedingungen des Prozesses der Produktinnovations-Entwicklung auf dem Verpackungsmarkt“ zum Gegen-stand. Frau Agnieszka Kanczukowska-Stadnik untersuchte zu diesem Zweck die Beziehungen zwischen der Produktinnovation und der Entwicklung von Primärverpackungen und die Wettbewerbsvorteile, die aus der Kenntnis dieser Beziehungen gewonnen werden können.

Geschenkverpackungen als Ausstellungs- und Beratungsthema

Die zunehmende Bedeutung von Verpackungen im Angebot der sogenannten Geschenkartikel war ein Diskussionsschwerpunkt auf der 33. Fachmesse für Geschenk- und Wohnideen, der CADEAUX, die vom 6. bis 8. September 2008 in Leipzig durchgeführt worden ist. An der Messe waren 390 Aussteller aus 12 Ländern beteiligt. Mit der Fachmesse waren 7 Workshops zum Thema „Zauberhafte Geschenkverpackungen und festliche Dekorationen“ sowie ein „Trend Table“ verbunden, in dessen Verlauf Vertreterinnen von drei Marktforschungsagenturen den Stand des Wissens über Trends im Warenangebot sowie über mögliche Ansätze für Trends zur Diskussion stellten. In den Workshops erhielten die Teilnehmer zahlreiche Anregungen, wie Geschenke nach dem Verkauf attraktiv verpackt werden können und wie das Angebot an Geschenkverpackungen effektiv genutzt werden kann. Aus den Vorträgen, die im Verlauf des Workshops gehalten wurden, ging hervor, dass Geschenkverpackungen und das Verpacken von Geschenken im Handel eine zunehmende Beachtung verdienen. Im Rahmen des „Trend Tables“ wurde an Beispielen gezeigt, wie sich das Ökobewusstsein in der Erzeugnisgestaltung widerspiegelt.

Die euregia 2008 im Zeichen der regionalen Entwicklung und der internationalen Zusammenarbeit

In der Zeit vom 27. bis 29. Oktober 2008 fand in Leipzig die euregia 2008 statt, die europäische Fachmesse für Standort- und Regionalentwicklung, die mit einem internationalen Kongress und mehr als 20 Konferenzen verbunden war. An der Messe, die sich als Europas größtes Kommunikations- und Benchmarkingforum zur Regionalentwicklung und territorialen Kooperation erwies, waren 60 Aussteller aus 7 Ländern beteiligt, speziell aus Belgien, Deutschland, Mazedonien, Österreich, Polen sowie aus der Schweiz und der Tschechischen Republik. Unter den Ausstellern befanden sich Universitäten und Hochschulen sowie Forschungsinstitute, Gesellschaften und andere Vereinigungen und Behörden. In den Beratungen wurden die regionale wirtschaftliche Entwicklung als Gegengewicht zur Globalisierung der Märkte und die Fördermöglichkeiten der Europäischen Union aus der Sicht der neuen bis 2013 geplanten Förderperiode diskutiert. Zu den Beratungsthemen gehörten neben Fragen des Cluster- und des Regionalmanagements und des Territorialen Dialogs als einer Kooperationsform sowie die Möglichkeiten zur Förderung der transnationalen Zusammenarbeit.

Hohe Anforderungen an gesundheitsbezogene Angaben

Auf der Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel sind in den Ländern der Europäischen Union bisher 40.000 Anträge für Health Claims zum Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und der menschlichen Gesundheit vorbereitet worden, dabei nicht weniger als 8.000 Health Claims in Deutschland. Der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA liegt in Parma erst ein kleiner Teil dieser Anträge zur Begutachtung vor.
Die ersten Gutachten sind enttäuschend ausgefallen. So waren nach Ansicht der Gutachter 7 von 8 Anträgen nicht ausreichend belegt. Ein typisches Beispiel hierfür war der Antrag für ein Nahrungsergänzungsmittel, das nach der nicht beweisbaren Behauptung des Herstellers das „Immunsystem … unterstützen, stimulieren und modulieren“ sollte. Zurückzuweisen war auch die Behauptung, dass Milchprodukte für gesunde Zähne sorgen und die Entwicklung von Kindern fördern. Nach Informationen aus der Parmaer Behörde sind 90% der bisherigen Anträge fehlerhaft. Es zeigt sich, dass in nicht wenigen Unternehmen die für die Verpackung und für die Information der Verbraucher verantwortlichen Mitarbeiter keine ausreichenden Kenntnisse auf dem Gebiete der Warenkunde haben.

Europäische Initiativen zum CO2-Fußabdruck

Die in Großbritannien gebildete Organisation Carbon Trust hat in Verbindung mit mehreren Herstellern von Markenerzeugnissen ein Pilotprojekt zur Erarbeitung einer Methodik für de Berechnung des „Product Carbon Footprint“, d. h. des CO2-Fußabdruckes von Erzeugnissen, begonnen. Mit dieser Initiative sollen Voraussetzungen für die Einführung eines CO2-Labels, d. h. eines speziellen Etiketts geschaffen werden, das die Emission von Treibhausgasen in den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette berücksichtigt. Der Initiative haben sich bereits 20 Unternehmen angeschlossen. Die Ermittlung und Kennzeichnung der Klimarelevanz von Konsumgütern ist auch Gegenstand von Diskussionen in Frankreich, Österreich und in der Schweiz: In Deutschland ist auf Initiative des Folienherstellers Wipack Walsrode eine Projektgruppe „Carbon Footprint“ gebildet worden, um die Kunden bei der Ermittlung produkt- und verpackungsbezogener CO2-Werte zu unterstützen.

CO2-Steuer für Verpackungen in den Niederlanden

In den Niederlanden ist eine CO2-Steuer für Verpackungen eingeführt worden. Mit dieser Steuer soll der Einsatz von Verpackungen gefördert werden, die nach dem Stand des Wissens das Klima der Erde nur wenig beeinträchtigen.

VDI-Richtlinien über Anforderungen an Transpondersysteme

Unter Auswertung nationaler Normen, Standards und Sicherheitsbestimmungen sind im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Richtlinien über Anforderungen an Transpondersysteme ausgearbeitet worden. Die neueste Richtlinie hat den Titel VDI 4472, Blatt 5 – Anforderungen an Transpondersysteme zum Einsatz in der Supply-Chain. Die Autoren sind bei der Ausarbeitung von der Tatsache ausgegangen, dass die Einführung der Technologie mit hohen Kosten verbunden ist und in der Wirtschaft vor allem wegen der mangelnden Standardisierung auf Skepsis stößt.

Ukrainische Kooperationspartner

Den Titel „Flagschiffe der Ukraine“ führt ein in Kiew herausgegebener 255 Seiten umfassender Sammelband, der über bemerkenswerte Fortschritte in der Wissenschaft und in der Wirtschaft der Ukraine informiert. Dem Leser werden dabei wichtige Kooperationspartner in der Ukraine vorgestellt – von der Ukrainischen Akademie für Architektur bis zu Herstellern von Verpackungen wie dem Kiewer Unternehmen Paket. Die Herausgabe des Bandes ist durch Unternehmen der Verpackungswirtschaft und durch Sekundärrohstoffverwerter unterstützt worden.