Ausgabe 01/2001
Ausgabe 02/2001
Ausgabe 01/2004
Ausgabe 02/2004
Ausgabe 03/2004
Ausgabe 01/2005
Ausgabe 02/2005
Ausgabe 01/2006
Ausgabe 02/2006
Ausgabe 03/2006
Ausgabe 01/2008
Ausgabe 03/2008


Zur ersten Ausgabe 1/2001

Der Beschluss, das Europäische Verpackungsinstitut e. V. zu gründen, wurde am 10. Mai 1999 anlässlich der interpack in Düsseldorf gefasst. Hierbei wurde auch das Statut des Instituts beschlossen, in dem als erstes Ziel die Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit in allen Fragen verankert wurde, die mit der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiete der Verpackung verbunden sind. Gleichzeitig wurde in das Statut die Aufgabe aufgenommen, den Mitgliedern neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus Europa und den außereuropäischen Ländern zu erschließen.
Unser nunmehr in einer ersten Ausgabe vorliegendes Mitteilungsblatt ist ein erster Schritt zur Förderung des Austauschs. Das Mitteilungsblatt ist für die Mitglieder sowie für die Institute und Organisationen bestimmt, die an der Zusammenarbeit mit dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. interessiert sind.
Das Mitteilungsblatt erscheint bei Bedarf, mindestens zweimal jährlich. Als Gegenstand der Mitteilungen sind Vorhaben des Instituts, Vorschläge und Angebote für die Entwicklung der Zusammenarbeit, Veranstaltungen von internationaler Bedeutung, Mitteilungen des Vorstandes, Berichte über die Tätigkeit der Mitgliedsinstitute und Verbände, Veröffentlichungen von europäischer Bedeutung vorgesehen.
Das Mitteilungsblatt steht den Interessenten über die Homepage des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. (www.eu-packaging.org) zur Verfügung.

Förderung des Verpackungswesens in den Reformländern Mittel- und Osteuropas

Im Jahr 2000 konnte das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. eine Bilanz über 50 erfolgreiche internationale Kurse für Verpackungsexperten und Manager aus dem Verpackungswesen der Reformstaaten Mittel- und Osteuropas ziehen. Die Kurse sind von der Leipziger Arbeitsstelle und der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig in Verbindung mit der Duales System Deutschland AG sowie mit den Verpackungsinstituten und Verbänden und mit Universitäten der Partnerländer vorbereitet worden. Dies geschah mit dem Ziel der Förderung des Verpackungswesens sowie der Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Verpackung in den Reformländern.
Auf Grund des spezifischen Informationsbedarfs befassten sich die Vorträge und Seminare mit neuen Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung, mit Verpackungsinnovationen und mit Fortschritten bei der Verwertung gebrauchter Verpackungen. Außerdem standen u. a. die Themen Verpackung und Umwelt, neue Ergebnisse der warenkundlichen Forschung und Erfahrungen bei der Entwicklung des Verpackungswesens unter den Bedingungen der Marktwirtschaft zur Diskussion. Im Mittelpunkt standen dabei neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. So war die Herausgabe des national und international stark beachteten "Lexikons der Warenschäden" der Anlass für Beratungen über die Rolle der warenkundlichen Schadensforschung für das Verpackungswesen und die EXPO 2000, die mit Kursanten aus zehn Ländern besucht wurde, die Grundlage für die Diskussion über die Auswirkungen der Globalisierung auf die nationale Wirtschaft und speziell auf das Verpackungswesen.
Die Kurse haben inzwischen nicht nur zu festen fachlichen Beziehungen, sondern auch zu wirtschaftlichen Kontakten geführt, ebenso zu Anregungen, die Zusammenarbeit im Rahmen des Europäischen Verpackungsinstituts zu vertiefen. Bisher kamen Spezialisten, Hochschullehrer und Manager aus 17 Ländern zu den Kursen nach Leipzig.
Die Kurse vermittelten den Teilnehmern wichtige Anregungen für die Entwicklung des Verpackungswesens und der Verwertung der gebrauchten Verpackungen in ihren Ländern. Ein Ergebnis ist die Einführung des Grünen Punktes in Lettland, ein weiteres der Beschluss, den Grünen Punkt in Tschechien einzuführen. Teilnehmer eines im September abgeschlossenen Kurses aus der Ukraine fuhren mit dem Vorschlag nach Hause, die deutschen Erfahrungen beim Sammeln, Sortieren und Verwerten der gebrauchten Verpackungen zunächst auf der Krim zu erproben. Die Diskussionen, die die Grundlage für diese Vorschläge waren, lieferten nähere Einblicke in das Verpackungswesen der Reformländer. Dadurch wurde die Herausgabe einer Studie über "Entwicklungen im Verpackungswesen und im Verpackungseinsatz und die Ansätze für einen Verpackungskreislauf in ausgewählten Staaten Mittel- und Osteuropas" in Buchform möglich.
Die Anregung für die internationalen Kurse kam aus den Leipziger Verpackungsseminaren, die für Verpackungsspezialisten sowie für Führungs- und Nachwuchskräfte der Wirtschaft durchgeführt werden. An diesen Seminaren nahmen wiederholt ausländische Spezialisten teil. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen spiegeln sich inzwischen in 18 Sammelbänden und in 12 Bänden mit ausgewählten Publikationen wider, die die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig den Interessenten gegen eine Schutzgebühr zur Verfügung stellt.

Neue Kursreihe im Jahr 2001

Die Möglichkeiten für die Verbesserung der Qualität der Verpackung und für die Schließung des Verpackungskreislaufs sind zwei Schwerpunkte in einer neuen Reihe von Weiterbildungsveranstaltungen, die zurzeit von der Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V., der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig und der Duales System Deutschland AG in Verbindung mit Instituten und Praxispartnern aus dem In- und Ausland vorbereitet werden. Die Kurse, die an der Führungskräfteakademie der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig durchgeführt werden, sind für Verpackungsexperten und leitende Persönlichkeiten aus dem Verpackungswesen der Reformländer Mittel- und Osteuropas bestimmt.
Für die neue Kursreihe, die auf Kursen zum Thema "Globalisierung, Verpackungsentwicklung, Verpackungsentsorgung und die europäische Zusammenarbeit" aufbaut, wurde das Rahmenthema "Neue Anforderungen an die Qualität der Verpackung und der Umwelt" gewählt. Dabei sollen u. a. Trends in der Erzeugnis- und Verpackungsentwicklung ebenso berücksichtigt werden wie neue Verpackungsinnovationen und Dienstleistungen und die nunmehr zehnjährigen Erfahrungen der Duales System Deutschland AG. Einen besonderen Raum werden im Programm auch neue Fragen der Entwicklung der Verpackungswirtschaft und der internationalen Zusammenarbeit einnehmen.

11. Dresdner Verpackungs-Tagung

Am 6. und 7. Dezember 2001 veranstaltet die Wissenschaftliche Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung e. V. Dresden die 11. Dresdner Verpackungs-Tagung. Sie steht unter dem Motto "Reserven im Verpackungsprozess erschließen". Im Mittelpunkt des ersten Konferenztages soll das Thema "Verpacken in Beutel - Tendenzen und neue Möglichkeiten" stehen.
Für den zweiten Konferenztag ist ein Osteuropa-Workshop vorgesehen, der in Verbindung mit dem Deutschen Verpackungsinstitut durchgeführt wird. Im Verlauf des Workshops besteht die Möglichkeit zu einem Austausch über Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Verpackungssituation und über die speziellen Anforderungen an Verpackungen, die sich aus den nationalen und regionalen Besonderheiten ergeben.
Einladungen können angefordert werden bei Prof. Dr.-Ing. Gerhard Großmann, Wissenschaftliche Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung e. V. Dresden, Zschierbachstraße 7, D-01259 Dresden.

10 Jahre Deutsches Verpackungsinstitut e. V.

Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (DVI) kann auf eine zehnjährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken. Die Satzung des Instituts ist am 30. August 1990 beim Kreisgericht Leipzig zur Eintragung in das Vereinsregister hinterlegt worden, nachdem ein gründlicher Austausch über Aufgaben und Ziele des Instituts zwischen den Leitern der Studienrichtung Verpackungstechnik an der Technischen Fachhochschule Berlin und des Instituts für Warenkunde der Handelshochschule Leipzig erfolgt war. Das Kreisgericht Leipzig hat das Deutsche Verpackungsinstitut bereits am 27. September 1990 unter der Nummer 646 in das Vereinsregister aufgenommen.
Nach der 1997 überarbeiteten Fassung des Instituts wird mit der Tätigkeit das Ziel verfolgt,

  • die wissenschaftliche Forschung und die Entwicklung auf dem Gebiete der Verpackung zu fördern,
  • neue Erkenntnisse und Erfahrungen des In- und Auslandes an die interessierten Kreise zu vermitteln,
  • die Zusammenarbeit der in- und ausländischen Institute zu fördern und den Austausch mit ausländischen und internationalen Organisationen mit gleicher oder ähnlicher Zielsetzung zu entwickeln und
  • die Öffentlichkeit über neue Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung zu informieren.

Über die Fachkreise hinaus ist das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. inzwischen durch stark beachtete Weiterbildungsveranstaltungen, durch bemerkenswerte Aktivitäten seiner Arbeitsgruppen und durch Publikationen sowie auch als Träger des Deutschen Verpackungswettbewerbes bekannt geworden. So wurden zur Förderung des Austausches und zur Erarbeitung von Standpunkten zu aktuellen Verpackungsfragen Arbeitsgruppen für Aus- und Weiterbildung, Verpackungstechnik, Verpackung und Umwelt, Öffentlichkeitsarbeit sowie für Normen und Rechtsvorschriften gebildet. Neben den Arbeitsgruppen wurden sechs Regionalgruppen ins Leben gerufen, die seit 1994 nach dem In-Kraft-Treten einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutschen Verpackungsinstitut und dem Bund Deutscher Verpackungsingenieure (BDVI) den fachlichen Austausch auf regionaler Ebene intensiviert haben.
Die Tätigkeit des Instituts spiegelt sich in zahlreichen Aufsätzen, Berichten und Kommentaren sowie auch in Informationen und Rezensionen wider, die in deutschen und in ausländischen Publikationsorganen erschienen sind. Allein im Ergebnis der Weiterbildungsveranstaltungen sind bisher 21 Sammelbände erschienen.
Die Publikationen zeigen, dass das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. für die bevorstehenden wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gut vorbereitet ist.

Entwicklungen im Verpackungswesen und im Verpackungseinsatz und die Ansätze für einen Verpackungskreislauf in ausgewählten Staaten Mittel- und Osteuropas.

Bestandsaufnahme 2000.
Herausgegeben vom Deutschen Verpackungsinstitut e. V. in Verbindung mit dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V.

Der vorliegende 108 Seiten umfassende Band resultiert aus Untersuchungen, die in den Jahren 1994 bis 2000 in Verbindung mit Kursen für Verpackungsspezialisten und Manager aus dem Verpackungswesen in den Reformländern Mittel- und Osteuropas durchgeführt worden sind. Die Darstellungen beruhen auf einer Auswertung der Literatur (mehr als 100 Quellen), einem systematischen Austausch mit dem Verpackungsexperten und Managern sowie mit den Verpackungsinstituten und Verbänden dieser Länder, außerdem auf Befragungen und Diskussionen in mehr als 40 Kursen, die für Teilnehmer aus 16 Ländern in Leipzig durchgeführt worden sind.
Den größten Raum nehmen in dem Band die Ausführungen zum Thema "Das Verpackungswesen unter den Bedingungen der Marktwirtschaft" ein. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die neuen Bedingungen, denen das Verpackungswesen ausgesetzt ist, und die hierbei entstehenden Probleme sowie die Voraussetzungen für die Erfüllung der Anforderungen der Europäischen Verpackungsdirektive (Richtlinie 94/62/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 1994 über Verpackungen und Verpackungsabfälle).
Ausgangspunkte der Darstellungen sind dabei die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Wirtschaft und die Maßnahmen, die beim Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung genutzt worden sind.
Die Bedeutung der Untersuchungen ergibt sich aus den Entwicklungen in den letzten zehn Jahren: Nach der politischen Wende und der Beendigung des Kalten Krieges sind die Nähe und die Bedeutung der Reformländer zunehmend in das Blickfeld der westeuropäischen Wirtschaftskreise gelangt. Bekannt ist bereits, dass diese ehemals sozialistischen Länder mit 350 Millionen Menschen und 18 Prozent der Erdoberfläche neben der Volksrepublik China zu den bedeutendsten Wachstumsmärkten der Welt gehören. Kenntnisse über die Entwicklungen in diesen Ländern sind daher nicht nur für Politiker, sondern auch für Wirtschaftler wichtig. Mit dem Band werden ganz speziell die Unternehmen angesprochen, die sich für den Export in die Reformstaaten in Mittel- und Osteuropa interessieren.
Die Ausführungen werden durch 43 Abbildungen und 13 tabellarische Übersichten veranschaulicht und durch drei Anlagen ergänzt. Interessenten können sich an die Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. wenden.

Der Grüne Punkt in Europa. Herausgeber: Duales System Deutschland AG. Köln

Die vorliegende Broschüre bietet auf 63 Seiten eine Übersicht über die Maßnahmen, die in neun europäischen Ländern zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen getroffen werden. Hierauf aufbauend wird über Aufgaben und Perspektiven der Packaging Recovery Organisation Europe (Pro Europe) informiert. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die rechtlichen Grundlagen sowie die Organisation, die Finanzierung und die Ergebnisse, mit denen die einzelnen Länder die europäische Abfallpolitik umsetzen.
Bisher haben sich Organisationen in zehn Ländern für die Nutzung der deutschen Erfahrungen entschieden, so dass der Grüne Punkt in elf Länden eingeführt ist. So kann Wolfram Brück im Vorwort darauf hinweisen, dass der Grüne Punkt mit jährlich mehr als 460 Milliarden Verpackungseinheiten das Markenzeichen ist, das weltweit am meisten genutzt wird.
Im letzten Kapitel wird der Leser über Aufgaben und Perspektiven der PACKAGING RECOVERY ORGANISATION EUROPE, die unter der Kurzbezeichnung PRO EUROPE bekannt ist, informiert. Diese Gesellschaft vergibt die Rechte zur Nutzung der Marke "Der Grüne Punkt" an national anerkannte Systeme. Außerdem entwickelt und kontrolliert PRO EUROPE die Vergabevoraussetzungen für den Grünen Punkt mit den europäischen Kartellbehörden.
Bestellungen sind an die Duales System Deutschland AG, D-51145 Köln, zu richten.