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Reports, News, Notifikations - Deutsche Ausgabe 2/2004

Die 17. interpack

In Düsseldorf findet in der Zeit vom 21. bis 27. April 2005 die 17. internationale Messe für Verpackungsmaschinen, Packmittel und Süßwarenmaschinen, die interpack, statt. Bisher ist für diese Messe, zu der eine neue Messehalle mit 13 000 m² bereit steht, eine Fläche von 163 913 m² von Ausstellern aus aller Welt angemietet worden. Erstmalig werden dabei Unternehmen aus Ägypten, Bulgarien, Chile, Irland, Pakistan und den Philippinen sowie aus Saudi-Arabien und aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausstellen.
Anlässlich der 15. interpack wurde am 10. Mai 1999 die Gründung des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. vereinbart. Die bevorstehende interpack ist daher für den Vorstand des Europäischen Verpackungsinstituts ein willkommener Anlass, die Vorstellungen für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit innerhalb des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. zur Diskussion zu stellen.
Zu der Veranstaltung des Europäischen Verpackungsinstituts werden die Mitgliedsinstitute und Verbände rechtzeitig eingeladen.

Novelle der Europäischen Verpackungsdirektive in Kraft gesetzt

Nach mehrjähriger Diskussion ist die Novelle der Europäischen Verpackungsdirektive vom 11. Februar 2004 vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Kommission verabschiedet worden. Unter dem Titel „Richtlinie 2004/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom
11. Februar 2004 zur Änderung der Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle" ist die Direktive am 18. Februar 2004 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und in Kraft gesetzt worden.
Die Novelle enthält folgende Ziele für die stoffliche Verwertung der Verpackungsabfälle bis Dezember 2008: Papier, Karton, Pappe und Glas 60 %, Metalle 50 %, Kunststoffe als Kunststoff 22,5 % und Holz 15 % sowie Ausnahmeregelungen für Griechenland, Irland, Portugal und für die Länder, die am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetreten sind.
Berücksichtigt werden ferner Hinweise für die Anwendung von grundlegenden Begriffen ebenso wie Orientierungen für die Abfallvermeidung sowie für eine harmonisierte Berichterstattung und für die Bewirtschaftung von Verpackungen und Verpackungsabfällen. In Verbindung mit der Erläuterung der Begriffe werden auch Gegenstände genannt, die nicht zu den Verpackungen gerechnet werden sollten. Hierzu gehören unter anderem Werkzeugkästen, Teebeutel und Wursthüllen.

Regelmäßige Warnungen der EU-Kommission vor Produktgefahren

Auf den Internetseiten der Europäischen Kommission wird in Zukunft regelmäßig über Gefahren informiert, die mit der Anwendung von Konsumgütern verbunden sein können. Grundlage für die Mitteilungen sind die Warnungen aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Nach der inzwischen in Kraft getretenen Neufassung der Richtlinie über allgemeine Produktsicherheit sind die Hersteller und Händler verpflichtet, auf mögliche Gefahren hinzuweisen und hierüber die Behörden zu informieren. Gegenwärtig sind dies wöchentlich zwei bis vier Warnungen. Diese beziehen sich meist auf Elek-trogeräte und Spielzeuge. Die Meldungen werden von der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz ausgewertet. Für Lebensmittel und Futtermittel besteht bereits ein Schnellwarnsystem auf der Ebene der Europäischen Union.

10 Jahre Polnische Verpackungskammer

Im Jahre 2004 kann die Polnische Verpackungskammer, die neben dem polnischen Namen „Krajowa Izba Opakowan" den englischen Namen „Polish Chamber of Packaging" und die Kurzbezeichnung „KIO" führt, auf eine 10-jährige Tätigkeit zurückblicken. Die Gründung wurde im April 1994 von namhaften Unternehmen beschlossen, die sich mit der Entwicklung und der Herstellung sowie auch mit der Anwendung von Verpackungen befassen. Hauptziel der Polnischen Verpackungskammer, die der Polnischen Handelskammer angehört, ist die Vertretung der ökonomischen Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Behörden und Organisationen.
Zur Zeit hat die Polnische Verpackungskammer 115 Mitglieder, die in 6 Branchen organisiert sind. Die Branchen sind: Papier, Kunststoffe, Glas, Metalle sowie Verpackungsmaschinen und die Verwertung der Verpackungsabfälle.
Von besonderem Nutzen für die Mitglieder ist, dass der Verpackungskammer die für das Verpackungswesen wichtigsten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen angehören. Hervorzuheben sind das Polnische Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrum COBRO, das Institut für Kunststoffverarbeitung METALCHEM, das Institut für Cellulose und Papier IPC, das Institut für Logistik und Lagerwirtschaft, das Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Mechanisierung der Verpackungsprozesse EMPAK und das Zentrum für die Prüfung und Zertifizierung von Verpackungen COBICO. Der enge Kontakt der Polnischen Verpackungskammer mit dem Polnischen Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrum COBRO geht aus der Tatsache hervor, dass der Geschäftsführer des Forschungs- und Entwicklungszentrums, Prof. Dr. S. Tkaczyk, auch Präsident der Verpackungskammer ist.
In der jüngsten Zeit hat sich die Polnische Verpackungskammer durch Informationsveranstaltungen zur Vorbereitung ihrer Mitglieder auf die Europäische Union und durch die Einführung von „Tagen der Verpackungskammer" verdient gemacht. Zu den gegenwärtigen Aktivitäten gehören auch Initiativen zur Wiederherstellung der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland.

10 Jahre Leipziger Kurse für Verpackungsmanager und Spezialisten aus Mittel- und Osteuropa

Im Jahre 2004 können das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. und die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis auf eine 10-jährige Zusammenarbeit bei der Weiterbildung von Managern und Spezialisten aus dem Verpackungswesen der Reformländer Mittel- und Osteuropas zurückblicken. An den vor 10 Jahren begründeten Kursen, die sich seit mehreren Jahren einer zunehmenden internationalen Beachtung und Anerkennung erfreuen, nahmen bereits mehr als 1500 Manager und Spezialisten aus 15 europäischen und zwei außereuropäischen Ländern teil. Zu den Kursteilnehmern gehörten neben den Vorständen, den Generaldirektoren und Direktoren bedeutender Unternehmen auch Vertreter von Ministerien sowie Lehrstuhlleiter und Institutsdirektoren.
Die Anregung zu den Kursen entstand beim 4. Leipziger Verpackungsseminar, in dem am 9. Juni 1993 Möglichkeiten und Grenzen der Verpackungseinsparung zur Diskussion standen. Im Ergebnis des Seminars schlug der Leiter des Kiewer Unternehmens Paket, Dipl.-Ing. und Dipl. oec. Anatol Kosak, einen zweiwöchigen Kurs für Spezialisten aus der Ukraine vor. Dieser Kurs fand in der Zeit vom 3. bis 17. März 1994 an der Führungskräfteakademie der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig statt. Er diente speziell der Vermittlung von Kenntnissen über die neuesten Ergebnisse der Verpackungsentwicklung und dem Austausch von Erfahrungen, die im Verpackungswesen in Mittel- und Ostdeutschland beim Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft erzielt worden sind. 1995 folgten zwei Kurse, ein Kurs für ukrainische und ein Kurs für polnische Spezialisten. Die hierbei gesammelten Erfahrungen bildeten die Grundlage für den Ausbau der Kurstätigkeit und für die Einladung von Spezialisten aus weiteren Ländern. So fanden 1996 7 Kurse und in den Jahren 1997 und 1998 11 Kurse statt.
Als am 23. Oktober 2000 der 5. Kurs für russische Manager und Spezialisten in Verbindung mit dem russischen Verpackungsverband SOJUZUPAK eröffnet wurde, war dies bereits der 50. internationale Kurs. Wie in anderen Kursen wurden bei dieser Gelegenheit Empfehlungen für die Weiterentwicklung der bilateralen und der multilateralen Zusammenarbeit erarbeitet.
Grundlage für die Kursprogramme waren der in der Forschung und Entwicklung erreichte Stand, Erfahrungen aus einer fortschrittlichen Praxis und spezielle Probleme des Verpackungswesens in den Ländern der Kursteilnehmer. Besonders berücksichtigt wurden dabei die Ergebnisse, die bei der Sammlung, Sortierung und Verwertung der gebrauchten Verpackungen erzielt worden sind, und die europäischen Zielstellungen für die Verpackungsverwertung. Neue Erkenntnisse aus den Forschungen über die Beziehungen zwischen Verpackung und Umwelt waren dabei ebenso wie die Erfahrungen der Duales System Deutschland AG stets Programmschwerpunkte. Hauptziel der Vorträge und der Seminare war die Vermittlung von Anregungen, um das wachsende Wissen auf dem Gebiete der Verpackung und der Verpackungsverwertung für die Praxis der Kursanten zu erschließen. So sind die Kursprogramme zugleich mit Themen wie Verpackungsinnovationen, neue Entwicklungen bei Packstoffen, neue Aspekte der Verpackungsbewertung, Globalisierung und Verpackungseinsatz sowie Fortschritte der Verpackungstechnik und Verpackungs- und Verwertungsstrategien Dokumente der Entwicklung auf dem Gebiete der Verpackung in den letzten 10 Jahren.
Mit den Veranstaltungen in Leipzig wurde auch den spezifischen Anforderungen der Partnerländer Rechnung tragen. So wurden im Jahre 2000 Kurse für Professoren, Dozenten und angehende Hochschullehrer eingeführt. Im Jahre 2002 fand der erste Kurs für chinesische Verpackungsspezialisten und 2003 die erste Weiterbildungsveranstaltung für europäische Verpackungspublizisten statt. An dieser Veranstaltung für Verpackungsjournalisten nahmen 14 Publizisten aus 12 Ländern teil.

10 Jahre Lehrstuhl für Technologie und Warenkunde an der Babes-Bolyai-Universität Cluj-Napoca

250 wissenschaftliche Veröffentlichungen und 20 Lehrbücher sind das Ergebnis der bisherigen Tätigkeit des Lehrstuhls für Technologie und Warenkunde der Babes-Bolyai-Universität Cluj-Napoca, der 1994 gegründet worden ist. Der der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zugeordnete Lehrstuhl hat die Aufgabe, Studierenden Kenntnisse über die wichtigsten technischen Prozesse und die notwendigen Kenntnisse über Waren und deren Qualität zu vermitteln. Dabei werden technische und ökonomische Probleme berücksichtigt, so dass die Absolventen in der Lage sind, mit Naturwissenschaftlern und Technikern zusammenzuarbeiten.
Der Lehrstuhl, der Anfang des Jahres dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. beigetreten ist, hat 11 Mitarbeiter: eine Professorin, 5 Dozenten, einen Lektor, einen Assistenten, einen Ingenieur und zwei Techniker. Für Forschungen zur Bestimmung der Qualität von industriellen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen verfügt der an der internationalen Zusammenarbeit stark interessierte Lehrstuhl über Laboratorien.
Die Anschrift lautet: Rumänien, Universität „Babes-Boyai", Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Technologie und Warenkunde, Str. Theodor Mihali, 58-60, 400591 CLUJ-NAPOCA

EUREKA-Projekte am Zentralen Forschungs- und Entwicklungszentrum für Verpackungen in Warschau

Das Zentrale Forschungs- und Entwicklungszentrum für Verpackungen in Warschau, das in Fachkreisen auch unter der Kurzbezeichnung COBRO bekannt ist, hat die Arbeit an mehreren EUREKA-Projekten aufgenommen. Themen von zwei Projekten sind Prüfmethoden zum Schutz des Gutes während der Verteilung in Europa und die Erarbeitung einer Methode zur Entwicklung neuer Verpackungen bzw. Verpackungssysteme auf der Grundlage von ökologischen, logistischen und ökonomischen Vorgaben. Die Forschungen werden von PACKFORSK, dem Schwedischen Institut für Verpackung und Distribution, koordiniert.
In Verbindung mit dem Zentrum für Polymerchemie der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie Folienherstellern und Verarbeitern wurden darüber hinaus Forschungen an dem EUREKA-Projekt „Mehrlagiges Verpackungsmaterial aus erneuerbaren Ressourcen" aufgenommen. Bei den Untersuchungen sollen Materialien berücksichtigt werden, die aus beschichteten Papieren und bioabbaubaren Polymeren bestehen. Weitere Themen, an denen das Warschauer Forschungs- und Entwicklungszentrum für Verpackungen mitarbeitet, sind Innovation und nachhaltige Entwicklung bei Verpackungen aus Faserstoffen sowie Bewertung und technische Entwicklung neuer Packstoffe.
2003 wurde das zweijährige Forschungsthema „Sichere Metallverpackung für Lebensmittel" abgeschlossen. Ziele des Projektes waren die Minimierung von Qualitätsveränderungen durch eine Migration aus der Verpackung in die Lebensmittel und die Ermittlung der optimalen Bedingungen für die Produktion der Blechdosen. Die Untersuchungen wurden in Verbindung mit PACKFORSK, schwedischen Dosenherstellern sowie Herstellern von Farben und Lacken durchgeführt.

Mehr als 2300 Normen zur Materialprüfung

In der Bundesrepublik Deutschland sind gegenwärtig 2302 Normen zur Materialprüfung verbindlich. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Normenausschusses Materialprüfung des DIN, des Deutschen Instituts für Normung e. V., hervor. Der Bestand an Materialprüfnormen enthält ferner 93 Vornormen bzw. Technische Spezifikationen und 353 Norm-Entwürfe.
Im Jahr 2003 sind dabei 234 neue Normen eingeführt sowie 12 Vornormen bzw. Technische Spezifikationen und 138 Norm-Entwürfe fertiggestellt worden. Etwa 78 % der neuen Normen, Vornormen und Normentwürfe sind mit den europäischen oder internationalen Normen identisch.

Neubearbeitung der internationalen Normen zum Umweltmanagement

Die Erfahrungen, die in den letzten Jahren mit den internationalen Normen zum Umweltmanagement gewonnen worden sind, werden z. Z. bei der Neubearbeitung der ISO-Normen zu den Anforderungen an Umweltmanagementsysteme und zur Umweltbewertung von Standorten und Organisationen genutzt. Dies geht aus Mitteilungen des Normenausschusses Grundlagen des Umweltschutzes (NAGUS) in den DIN-Mitteilungen hervor.
An der Norm ISO 14001 mit dem Titel „Umweltmanagementsysteme - Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung", die 1996 eingeführt worden ist, sind Vertreter aus mehr als 40 Ländern beteiligt. Mit der Neubearbeitung wird das Ziel verfolgt, die Anwendbarkeit zu vereinfachen und eine Abstimmung mit den Normen zum Qualitätsmanagement, insbesondere zu ISO 9001, vorzunehmen.
Die Norm wird die Umweltkriterien berücksichtigen, die die Organisation überwachen kann und bei denen eine Einflussnahme möglich ist. Die Anforderungen, die in der Ausgabe von 1996 festgelegt worden sind, sollen weder verschärft noch verringert werden.
Die Norm ISO 14015 mit dem Titel „Umweltmanagement - Umweltbewertung von Standorten und Organisationen" gewinnt bei der wirtschaftlichen Bewertung der Unternehmen und Organisationen zunehmend an Bedeutung. Die Norm soll die Umweltbewertungen vergleichbar und transparenter machen.

Abfallprobleme in der Ukraine

„Die Zusammenarbeit bei der Lösung der Abfallprobleme" war Gegenstand einer Fachkonferenz, die am 5. und 6. Februar 2004 in Charkow mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis durchgeführt worden ist. In der Konferenz, die von der NGO Ökoinform organisiert worden war, wurden die ukrainischen Abfallprobleme aus ökologischer und ökonomischer Sicht behandelt. Besonders berücksichtigt wurden hierbei auch die Belange der Kommunen und der Industrie sowie speziell des Verpackungswesens.
Die Konferenz lieferte zahlreiche Anregungen für eine rationelle Abfallbehandlung und für eine Schließung der Stoffkreisläufe. Eine Übersicht über die erzielten Ergebnisse bietet ein 290 Seiten starkes Sammelheft, das bereits in gedruckter Form vorliegt.

Förderprojekt zu Abfallsammlung, -transport und -behandlung in Rumänien

Die Europäische Kommission fördert zur Zeit eine Reihe unterschiedlicher Projekte, mit denen in den neuen EU-Ländern sowie in Ländern, die sich auf den Beitritt in die Europäische Union vorbereiten, die Umweltverhältnisse verbessert werden können. Unter den etwa 30 Projekten, die nunmehr veröffentlicht worden sind, gehören Projekte zum regionalen Abfallmanagement und zum Sondermüllmanagement in Litauen. Ein Projekt, das in Rumänien gefördert werden soll, bezieht sich auf die Wiederherstellung von Abfallsammlung, -transport und -behandlung sowie der Mülldeponie in der Region Dambovita.

Neue Kritiken an Verkaufsverpackungen

Trotz zahlreicher Hinweise auf Schwierigkeiten beim Öffnen von Verpackungen und zunehmender Kritiken hat die Anzahl der Unfälle beim Öffnen der Verkaufsverpackungen mit Messern im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland in den letzten vier Jahren um 21% zugenommen. Allein im vergangenen Jahr mussten 76 000 Menschen nach Unfällen im Umgang mit Verpackungen ärztliche Hilfe in Krankenhäusern in Anspruch nehmen. Ein erheblicher Teil der Unfälle entstand beim Öffnen von Verpackungen aus Kunststoff-Folien.
Die Verbesserung der Handhabbarkeit der Verpackungen gewinnt aus der Sicht der für die nächsten Jahre prognostizierten demographischen Veränderungen eine besondere Bedeutung. Schon jetzt sind in Europa 27% der Haushaltungen Ein-Personen-Haushalte. Ihr Anteil soll im nächsten Jahrzehnt auf mehr als 33% ansteigen.

Lisinska-Kusnierz, M. und Ucherek, M.: Modern Packaging, in polnisch herausgegeben von der Polnischen Gesellschaft für Lebensmitteltechnologie. 307 Seiten, 44 Tabellen und 77 Abbildungen. Krakau 2003

Das Buch vermittelt grundlegende Kenntnisse für einen Verpackungseinsatz, der dem Fortschritt der Technik ebenso wie den Anforderungen der Ökonomie und der Ökologie entspricht. Besonders berücksichtigt sind dabei auch die Anforderungen, die sich aus dem Beitritt Polens zur Europäischen Union ergeben. Die Autoren verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass z. Z. mehr als 100 Rechtsvorschriften zur Verpackung für die Länder der Europäischen Union verbindlich sind.
Inhaltliche Schwerpunkte sind die gesellschaftlichen sowie speziell auch die demographischen Rahmenbedingungen für den Verpackungseinsatz sowie die Anforderungen, die beim Einsatz der Verpackungen zu beachten sind. Die Darstellungen reichen bis zu den Entwicklungsrichtungen, die sich z. Z. in der Verpackungsindustrie abzeichnen.