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Ausgabe 01/2008
Ausgabe 03/2008

European Packaging Institute (EPI)
Reports, News, Notifications- Deutsche Ausgabe 2/2005

Die nächsten Aufgaben des Europäischen Verpackungsinstituts e. V.

Die Aufgaben, die in den Jahren 2005, 2006 und 2007 zu lösen sind, waren der Diskussionsschwerpunkt in der Mitgliederversammlung des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. (EVI). Die Versammlung fand am 25. April 2005 anlässlich der 17. Interpack in Düsseldorf statt.

Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes konnte Prof. Dr. Dr. Günter Grundke (Leipzig) darauf hinweisen, dass dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. bereits 20 kooperative Mitglieder angehören, vor allem Verpackungsverbände und Verpackungsinstitute sowie Institute und Lehrstühle von Universitäten und Hochschulen. Seit der letzten Mitgliederversammlung im Jahre 2002 sind 6 Institute und Verbände aus 5 Ländern dem Institut beigetreten. In den letzten drei Jahren sind wichtige Fortschritte bei der Entwicklung der Zusammenarbeit erzielt worden. So wurde in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern ein Sammelband mit dem Titel „Das Europäische Verpackungsinstitut e. V. (EVI) - Ziele, Aufgaben, Perspektiven" mit einer Übersicht über die bisherige 5-jährige Tätigkeit des Instituts herausgegeben. Erschienen sind auch 7 Ausgaben des Mitteilungsblattes „Reports, News, Notifications" in deutscher und englischer Fassung.

Der Vorsitzende des Vorstandes, Prof. Dipl.-Ing. Dieter Berndt (Berlin), wies auf die Notwendigkeit einer stärkeren Nutzung des Internets, eines Ausbaus der Homepage des Instituts und ihrer Vernetzung mit den Homepages der Mitglieder hin.
Das Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre sieht u. a. die Vervollkommung der Informationsbeziehungen, vor allem mit Hilfe des Internets, vor. Jährlich sollen ferner drei Ausgaben der „Reports, News, Notifications" in deutsch und englisch erscheinen. Die Zusammenarbeit bei Tagungen und Kongressen soll vertieft werden. Vorgeschlagen wurde ferner ein Sammelband über das Europäische Verpackungsinstitut e. V. und seine Mitglieder.

Von den Mitgliedern des Vorstandes wurden Prof. Dipl.-Ing. Dieter Berndt (Berlin) als Vorsitzender, Dipl.-Ing. Igor Smirennyi (Moskau) und Dipl.-Ing. und Dipl. oec. Anatol Kosak (Kiew) als stellvertretende Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. Günter Grundke (Leipzig) als Schriftführer und Dipl.-Ing. und Dipl. oec. Marian Feldman (Warschau) als Beisitzer bestätigt. Gewählt für den Vorstand wurde auch Dipl.-Ing. Vlado Volek (Prag), Geschäftsführer des tschechischen Verpackungsverbandes SYBA, als Beisitzer.

International European Award für Verpackung

Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. hat in Verbindung mit dem Bund Deutscher Verpackungsingenieure und dem Europäischen Verpackungsinstitut e. V. zu einem Wettbewerb um den internationalen europäischen Verpackungspreis aufgerufen. Der „International European Award for Packaging", wie er offiziell bezeichnet wird, soll in einem dreijährlichen Turnus stattfinden und die Gebiete Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung, Technologie und Technik, Verkauf und Marketing sowie Umwelt und Beseitigung berücksichtigen. Zur Teilnahme berechtigt sind Einzelpersönlichkeiten, Institute und Unternehmen.

Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle des Deutschen Verpackungsinstituts e. V., Hohenzollernstr. 12, D-14163 Berlin, Telefon 030-80 49 68 11.

Neue Industrievereinigungen in der Ukraine

„Ukrpapier" und „Assoziation der Wellpappenhersteller" sind zwei neue Industrievereinigungen, die in der Ukraine gegründet worden sind. Der auf Initiative von Papierherstellern und Papierverarbeitern ins Leben gerufene Verband „Ukrpapier" hat bereits 15 Mitgliedsbetriebe, unter ihnen die Papierkombinate von Kiew, Lwow und Odessa. Der „Assoziation der Wellpappenhersteller" gehören bisher 8 Unternehmen an, darunter auch das Zentrum für Verpackung und Design in Sewastopol. Mit der Bildung dieser Industrievereinigungen werden Voraussetzungen für ein wirksames Vertreten der gemeinsamen Interessen, für einen systematischen überbetrieblichen Austausch und für eine koordinierte Zusammenarbeit bei der wirtschaftlichen Entwicklung geschaffen.

Neues Internetportal der Europäischen Kommission

„Europa für Sie" ist der Titel des neuesten Internetportals der Europäischen Kommission. Das Portal informiert über die Möglichkeiten, die die Europäische Union Bürgern und Unternehmen bietet, sowie über die Ihnen verbrieften Rechte. So wird über die EU-Vorschriften und über die Vorschriften in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union informiert, wobei 1300 nationale Merkblätter berücksichtigt werden. Das neue Internetportal ist ein Schritt zum Aufbau EU-weiter elektronischer Behördendienste und soll Unternehmen auch bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen unterstützen.

Einheitliche Anforderungen an die Lebensmittelverpackung in den Ländern der EU

Verpackungen, die für Lebensmittel bestimmt sind, müssen in Zukunft in den Ländern der Europäischen Union nach den gleichen Kriterien geprüft sowie beurteilt und bewertet werden. Dies geht aus der Verordnung (EG) Nummer 1935/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates hervor, die sich auf Materialien und Gegenstände bezieht, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Die Verordnung berücksichtigt neben den allgemeinen Anforderungen an Materialien und Gegenstände die besonderen Anforderungen an aktive Materialien und Gegenstände, die Bestandteile wie Konservierungsmittel oder Farbstoffe an die Lebensmittel oder an die Umgebung abgeben oder der Umgebung Stoffe, die wie Sauerstoff die Haltbarkeit der Lebensmittel verringern, entziehen. Außerdem trägt die Verordnung Materialien und Gegenständen Rechnung, die den Zustand des verpackten Lebensmittels oder der Umgebung überwachen. Diese Materialien und Gegenstände, die sich z. B. verfärben, wenn das Lebensmittel nicht mehr genusstauglich ist, werden von den Autoren der Verordnung als „intelligent" bezeichnet. Die speziellen Anforderungen enthält Artikel 4 der Verordnung. Die Artikel 5 und 6 der Verordnung legen die Einzelmaßnahmen für Kategorien von Materialien und Gegenständen und die Anforderungen an nationale Einzelmaßnahmen fest.

Für den Einsatz der Materialien und Gegenstände, mit denen neue Verpackungsfunktionen erschlossen werden, wurde ein Zulassungsverfahren eingeführt, das bei den zuständigen nationalen Behörden der Mitgliedsstaaten beantragt werden muss. Die nationalen Behörden leiten die Anträge an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) weiter. Die Zulassung erfolgt im Falle einer positiven Bewertung durch diese europäische Institution.

Näheres ist aus dem Amtsblatt der Europäischen Union (ABl. I 338 vom 13. November 2004, S. 4) und aus „Ernährung im Fokus", 5. Jahrgang 2005, S. 110 und 111, zu entnehmen.

Neue Normungsstrategie

Normungsarbeit ist heute „Gemeinschaftsarbeit über Betriebsgrenzen, in Europa über Ländergrenzen hinweg". So lautet ein Kernsatz der neuen deutschen Normungsstrategie, die die Ziele der Normung unter den Bedingungen der Globalisierung der Märkte sowie der Entstehung neuer Wirtschaftsgebiete, schneller Entwicklungszeiten und kürzerer Lebenszyklen fixiert. In dem vom DIN, dem Deutschen Institut für Normung, veröffentlichten Strategiepapier wird gefordert, die derzeitigen Strukturen und Prozesse zu überprüfen und strategisch auszurichten. Besonders wichtig ist es, durch markt- und zeitgerechte Normung und Standardisierung strategische und wirtschaftliche Vorteile im internationalen Wettbewerb zu sichern. Daher sollten Unternehmen, die auf ihrem Gebiet führend sind, für die Normung gewonnen werden

Neue Normen zur Konformitätsbewertung und zu Konformitätserklärungen

Nach einer Mitteilung des DIN, des Deutschen Instituts für Normung e. V., sind die bisher gültigen Normen zur Konformitätsbewertung und zu Konformitätserklärungen überarbeitet worden. In Zukunft sind folgende Ausgaben anzuwenden: EN ISO/IEC 17050-1:2004-10 Konformitätsbewertung - Konformitätserklärung von Anbietern - Teil 1: Allgemeine Anforderungen (ISO/IEC 17050-1:2004), EN ISO/IEC 17050-2:2004-10 Konformitätsbewertung - Konformitätserklärung von Anbietern - Teil 2: Unterstützende Dokumentation (ISO/IEC 17050-2:2004) sowie ISO/IEC Guide 67:2004-09 Konformitätsbewertung - Grundlagen der Produktzertifizierung und ISO/IEC Guide 60:2004-09 Conformity assessment - Code of good practice.


3 bis 6 Millionen Tonnen Biokunststoffe in der Europäischen Union im Jahre 2020

Aus Untersuchungen, die im Rahmen der Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe durchgeführt worden sind, ergibt sich eine bedeutende Vergrößerung des Marktpotenzials für Biokunststoffe in den nächsten 15 Jahren. So erwartet man in den Ländern der Europäischen Union ein Marktpotenzial von 0,7 bis 1,2 Millionen Tonnen im Jahre 2010. Bis zum Jahr 2020 wird sich das Marktpotenzial in der Europäischen Union auf 3 bis 6 Millionen Tonnen vergrößern. Der Anteil der nachwachsenden Rohstoffe an den Biokunststoffen sollte sich dabei auf 70 bis 80 % belaufen.

Näheres über die Tätigkeit der auf internationaler Ebene tätigen Interessengemeinschaft bietet der von der IHK Leipzig in Verbindung mit dem Deutschen Verpackungsinstitut e. V. herausgegebene Band mit den Ergebnissen der in Leipzig veranstalteten Fachtagung „Innovative Entwicklungen bei Verpackungen aus abbaubaren Werkstoffen". Der Band, der nunmehr in einer zweiten erweiterten Auflage erschienen ist, enthält auch Beiträge zu aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackungen sowie über wichtige Entwicklungen bei Biokunststoffen und Thesen zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe auf dem Gebiete der Verpackung. Der Band ist über die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (Goerdelerring 5, 04109 Leipzig) zu beziehen.

Positionspapier zu Kunststofferzeugnissen aus Biokunststoffen

Die Rolle von Kunststofferzeugnissen aus Biokunststoffen und ihre künftige Bedeutung werden in einem Positionspapier dargestellt, das der Verband der Europäischen Kunststoffverarbeiter EuPC und der IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e. V. verabschiedet haben. In dem Papier wird darauf hingewiesen, dass die Biokunststoffe den Kunststoffe verarbeitenden Unternehmen eine Reihe neuer Chancen bieten. Hierfür werden 5 Gründe angeführt:

  • Sie sind mehr eine Erweiterung der Materialbasis als Ersatz der bisherigen Werkstoffe, und dies mittelfristig zu interessanten Preisen.
  • Sie ermöglichen die Nutzung bereits verfügbarer Verarbeitungsverfahren.
  • Sie regen zu neuen Anwendungsgebieten an, vor allem bei Nischenprodukten.
  • Aus Biokunststoffen hergestellte Erzeugnisse bringen einen zusätzlichen Nutzen durch die Bioabbaubarkeit.
  • Sie sind ein wichtiges Marketingargument, z. B. beim Abfüllen von Biolebensmitteln in einer kompostierbaren Verpackung.
  • Interessenten können sich an den IK Industrieverband Kunststoffverpackungen, Kaiser-Friedrich-Promenade 43, D-61348 Bad Homburg v. d. H, wenden.

Schiedsspruch zu Ursprungsbezeichnungen

Die Schiedsstelle der Welthandelsorganisation WTO hat den Streit, der um Herkunftsbezeichnungen und um die Herkunftsangaben auf Verpackungen durch amerikanische und australische Wirtschaftskreise ausgelöst worden ist, entschieden. In dem Schiedsspruch wurde festgestellt, dass die Regelungen der Europäischen Union zum Schutz von Ursprungsbezeichnungen für Agrarprodukte mit den Bestimmungen der WTO konform sind.

Anlass für den Schiedsspruch waren Beschwerden aus den USA und aus Australien, nach denen der Herkunftsschutz auf Gattungsbezeichnungen bezogen wird und dass er zum Handelshemmnis führt. Bisher sind in das Register der geschützten Herkunftsbezeichnungen der Europäischen Union 700 Produkte aufgenommen worden.

Nach einer Mitteilung der Schiedsstelle soll das Regelwerk der Europäischen Union zum Schutz der Herkunftsbezeichnungen ergänzt werden. So soll Drittländern die Registrierung ihrer Produkte ermöglicht werden.


Norm zur Bestimmung des Markenwertes

In der Bundesrepublik Deutschland sind gegenwärtig etwa eine Millionen Marken registriert. Seit 1992 hat sich die Anzahl der Markenerzeugnisse dabei verdoppelt. Mehr als drei Viertel der Verbraucher richten sich beim Einkauf nach den Marken und halten Markenprodukten, z. B. bei Bier oder Kaffee, über Jahre hinweg die Treue. Daher haben die Marken auch einen hohen Anteil am Wert der Unternehmen.

Da seit 2005 alle kapitalmarktnotierten Unternehmen in ihren Bilanzen den Markenwert als immaterielle Größe berücksichtigen müssen, wird nunmehr im Rahmen des Normenausschusses Gebrauchstauglichkeit und Dienstleistungen (NAGD) des DIN, des Deutschen Instituts für Normung e. V., eine Norm zur Bestimmung des Markenwertes erarbeitet. Bisher fehlten einheitliche Maßstäbe für diese Bestimmung, die auch als „Brand value measurement" bezeichnet wird. Die Norm, die unter Federführung des Markenverbandes e. V. geschaffen werden soll, wird die Grundanforderungen an monetäre Markenwert-Bestimmungsmethoden festlegen.

25 Jahre Industrieverband Kunststoffverpackung

Auf ein 25-jähriges erfolgreiches Wirken kann der Industrieverband Kunststoffverpackungen e. V., der deutsche Bundesverband der Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien, zurückblicken. Der Verband hat am 1. Oktober 1979 seine Tätigkeit als Interessenvertretung der Hersteller von Folien und von Verpackungen aus Kunststoff aufgenommen. Nach dem Ziel der Gründer sollte der Verband die wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder gegenüber politischen und gesetzgebenden Körperschaften und gegenüber der Öffentlichkeit vertreten. Außerdem kam es auf die Entwicklung des Austausches und der Zusammenarbeit an. Der Austausch wurde dabei produktbezogen und fachübergreifend organisiert, fachübergreifend speziell in den Hauptausschüssen Umwelt, Lebensmittelrecht und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 1982 wurden Beziehungen zu gleichgelagerten Organisationen der Nachbarländer und zu internationalen Verpackungsorganisationen aufgebaut.

Ein Beleg für die erfolgreiche Entwicklung des Industrieverbandes ist, dass die Mitgliedsunternehmen, die anfänglich 30% des Branchenumsatzes produziert hatten, heute 80% des Branchenumsatzes liefern. Die Produktion an Packmitteln und Folien aus Kunststoff stieg in den letzten 25 Jahren von 1,1 Millionen Tonnen auf 3,5 Millionen Tonnen. Gleichzeitig verdoppelte sich der Anteil der Kunststoffe am deutschen Packmittelmarkt. Der Verband betreut heute etwa 200 Mitgliedsunternehmen der Branche, die mehr als 9 Milliarden EURO Jahresumsatz mit 60.000 Mitarbeitern erwirtschaften.

Forum Ware International als Internet-Journal der Internationalen Gesellschaft für Warenkunde und Technologie

Die Internationale Gesellschaft für Warenkunde und Technologie hat mit „FORUM WARE INTERNATIONAL" ein Internet-Journal zur Veröffentlichung von Ergebnissen aus der warenkundlichen Forschung begründet. Das Internet-Journal veröffentlicht die Beiträge in englischer Sprache und will zu einer rascheren Nutzung der neuen Erkenntnisse beitragen, die vor der Veröffentlichung von mindestens zwei Experten geprüft worden sind. Die redaktionelle Betreuung des neuen Journals hat das Institut für Technologie und nachhaltiges Produktmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien übernommen.
Nähere Informationen sind erhältlich über http://forumware.wu-wien.ac.at.