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European Packaging Institute (EPI)
Reports, News, Notifications - Deutsche Ausgabe 2/2006

Bedeutende Zunahme des Verpackungsverbrauchs - Eine Prognose

Der Weltverpackungsmarkt wächst gegenwärtig um 4,2 % im Jahr. Dies geht aus einer Studie der britischen Forschungsvereinigung Pira hervor, nach der bereits im Jahr 2009 ein globaler Umsatz von 556 Milliarden US-Dollar zu erwarten ist. Den größten Anteil am Weltverpackungsverbrauch haben Packmittel aus Papier, Karton und Pappe. Bei diesen Packmitteln hat der Weltverbrauch einen Wert von 176 Milliarden US-Dollar erreicht.

Bei Verpackungsmaterialien aus Kunststoff ist in den kommenden Jahren nach der Studie mit einem jährlichen Wachstum von 6,5% zu rechnen. Einen hohen Anteil an dem steigenden Verbrauch von Packmitteln aus Kunststoff hat die Lebensmittelindustrie. Überproportional wächst der Verpackungsverbrauch in Asien, in Indien allein um 14,2 % jährlich und in China um 8,2 % im Jahr.
In Europa zeichnet sich Osteuropa als Wachstumsregion ab. Für Polen mit einem jährlichen Wachstum des Verpackungsverbrauchs von 11% wird für 2009 ein Umsatz von 6 Milliarden Dollar prognosti-ziert. Für Russland sieht die Prognose einen Umsatz an Verpackungsmaterialien von 18,5 Milliarden Dollar vor.

Weltweite Untersuchungen zu den Angaben auf der Verpackung

Die Bedeutung, die Angaben über die Eigenschaften der Lebensmittel auf den Verpackungen für Verbraucher haben, ist von dem Marktforschungsunternehmen AC Nielsen in einer weltweiten Untersuchung ermittelt worden. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden 21 000 Verbraucher befragt. Hierbei wurde festgestellt, dass sich nur 40% der Befragten beim ersten Kauf eines Produkts für die Nährwertangaben interessieren. In Deutschland achten 48% der Verbraucher auf den Fettgehalt und 36% auf die Lebensmittelzusatzstoffe. In Österreich sind dies 46% bzw. 32%. Nur 18% der Verbrau-cher werten in Europa die Produktkennzeichnung aus. 50% der Europäer verstehen die Angaben zur Lebensmittelkennzeichnung nur zum Teil.

Aktuelle Themen der Verpackungsentwicklung im Blickfeld der Forschung in Skandinavien

Die Fortschritte der Verpackungsforschung an den skandinavischen Instituten ist von den "Svenska Mässan" in Göteborg gewürdigt worden. Aus einem Bericht zu der Frage "Wird die nordische Region ein weltführendes Verpackungszentrum" geht hervor, dass an den Instituten in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden Themen bearbeitet werden, die für die weitere Entwicklung des Verpackungswesens von großer Bedeutung sind. Hier wird eine anwendungsorientierte Forschung betrieben, in der neue Packstoffe erprobt und der notwendige Materialaufwand im Interesse niedriger Verpackungskosten bestimmt werden. Gleichzeitig werden neue technische Lösungen auf ihre Anwendbarkeit überprüft und Voraussetzungen für die Verbesserung der Handhabbarkeit der Verpackungen geschaffen. Darüber hinaus werden Untersuchungen zur Radiofrequenz-Identifikation (RFID) und zur Rückverfolgbarkeit angestellt. Mit den Forschungen wird der Tatsache Rechnung getragen, dass mit der Globalisierung und den Verlagerungen der Produktion in außereuropäische Länder die Anforderungen an die Verpackungen steigen.

Am Dänischen Institut für Verpackungs- und Transportforschung (DTI) besteht eine besondere Kompetenz auf den Gebieten der Verpackung und der Logistik für pharmazeutische Erzeugnisse und für Lebensmittel sowie in Verbindung damit in der RFID-Anwendung. Am Institut besteht bereits ein RFID-Testzentrum.

Am Schwedischen Verpackungsforschungsinstitut (STFI) wird an neuen Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette gearbeitet. Außerdem werden neue Maschinensysteme sowie Packstoffe und Barrierematerialien für den Markt vorbereitet. Zur Diskussion stehen hier bioabbaubare Werkstoffe auf der Grundlage von Garnelenschalen sowie von Molke, Kleber und Leim bei Anwendung der Nanotechnologie. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Institut der Faserforschung und dem Bedrucken von Verpackungen aus Fasern.

Die Umweltwirkungen von Verpackungen sind Gegenstand von Überlegungen des Finnischen Verpa-ckungsverbandes. Der Verband verfügt auf diesem Gebiet über ein spezielles Know-how, das über die gegenwärtigen Lebenszyklusanalysen hinausreicht. Aus Untersuchungen des Verbandes ist zu ent-nehmen, welche bedenklichen Auswirkungen unzureichende Verpackungen haben: Verluste von jährlich 5 Millionen Euro in Finnland und von jährlich 3 Milliarden Euro in ganz Europa.

Die Schlussfolgerungen, die aus den Strategien des Handels für die Verpackungsentwicklung gezo-gen werden sollten, sind ein wichtiges Thema des Norwegischen Verpackungsverbandes. Dabei sind auch die Anforderungen an Handelsmarken und die Möglichkeiten der Radiofrequenz-Identifikation zu berücksichtigen. Für Untersuchungen zur Radiofrequenz-Identifikation unterhält der Verband ein RFID-Zentrum.

Neue Studie zur Bevorzugung von Verpackungen für Konsumgüter

Im Ergebnis von Untersuchungen, die in der letzten Zeit durchgeführt worden sind, hat das auch unter der Kurzbezeichnung PRISM bekannte Institut für "Packaging Research Intelligence Strategies and Marketing" eine Studie vorgelegt, die über die Bevorzugung der möglichen Verpackungen für Konsumgüter und für den Einsatz der unterschiedlichen Verpackungen in den nächsten 5 Jahren informiert. Grundlage der Studie ist die Befragung von 49 führenden europäischen Produzenten von Konsumgütern, von 10 großen Einzelhandelsketten und von 21 Experten aus der Industrie. Hierbei war zu klären, welche Verpackungen für neue Premiumprodukte bevorzugt werden und welche Schlussfolgerungen sich hieraus für den Werkstoffeinsatz ergeben. Nach Ansicht von 20% der befragten Markenartikelhersteller werden in den nächsten 5 Jahren Packmittel aus Kunststoff bevorzugt. Nach jeweils 40% der Befragten würden jedoch Faltschachteln oder Verpackungen aus Werkstoffkombination an Bedeutung gewinnen. Bei Premiumprodukten fällt in 57% der Fälle die Wahl auf Faltschachteln und nur in 11% der Fälle auf Packmittel aus Kunststoff. Die neuen Chancen von Packmitteln aus Karton hat der Studie zufolge verschiedene Gründe, ganz speziell die Möglichkeiten der graphischen Gestaltung, die gegenüber Kunststoffen geringeren Preissteigerungen und die speziellen Anforderungen der Verbraucher bei bestimmten Produkten.

Neue Ermittlungen zum Anteil der Verpackungen an der Erzeugnisqualität

Die Rolle einer Einbeziehung der Verpackung in die Bewertung der Qualität von Lebensmitteln und anderen Konsumgütern ergibt sich aus den Testberichten, die in der letzten Zeit von der Berliner Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "Test" veröffentlicht worden sind. Bei den durchgeführten Tests wurden neben der Verpackung und ihrer Zweckmäßigkeit auch die Deklaration sowie die Handhabbarkeit und die Verpackung im Rahmen der Umwelteigenschaften berücksichtigt. Die Expertengremien, die die Maßstäbe für die Qualitätsbewertung festgelegt haben, kamen bei gefrostetem Schlemmerfilet sowie bei Sojasaucen zu einem 20%-igen Anteil von Verpackung und Deklaration, dabei in beiden Fällen zu einem 15%-igen Anteil der mit Deklaration bezeichneten Angaben zum Produkt. Auch bei Mozzarella und bei Christstollen entfielen 15% der Qualitätsmerkmale auf die Deklaration. Bei den unter Vakuum oder Schutzgas abgefüllten Pastaerzeugnissen wurde ein 15%-iger Anteil von Verpackung und Deklaration festgelegt. Hierbei kam die Deklaration auf einen 10%-igen Anteil. Bei kosmeti-schen Erzeugnissen lag der Anteil der Deklaration zwischen 5% bei Wimperntusche und 10% bei Gesichtscremes mit Lichtschutzfaktor. Bei den am Deutschen Verpackungsinstitut e.V. durchgeführten Studien zur Entwicklung auf dem Gebiete der Verpackung ist eine umfassende Auswertung der Warenteste erfolgt. Dabei ergaben sich 5- bis 30%-ige Anteile der Verpackung an der Erzeugnisqualität. Dagegen liegt der Anteil der Verpackungskosten an den Produktkosten überwiegend zwischen 0,5 und 10%.

Forum Verpackung auf der 18. Cadeaux

Geschenkpapier und Geschenkverpackungen waren in Verbindung mit Kartonagen und Etiketten sowie den verschiedensten Erzeugnissen, die sich für Geschenkzwecke eignen, Ausstellungsobjekte der 18. Fachmesse für Geschenk- und Wohnideen, der Cadeaux, die in der Zeit vom 4. bis 6. März 2006 in Leipzig stattfand. An dieser Fachmesse waren 431 Aussteller aus 13 Ländern beteiligt, nachdem bereits die im März 2005 veranstaltete Cadeaux von 427 Ausstellern aus 11 Ländern genutzt worden ist.
In den Fachgesprächen wurde darauf hingewiesen, das sich die Entwicklung von Geschenkverpackungen zu einem bemerkenswerten Arbeitsfeld für Verpackungsdesigner entwickelt hat und dass vor allem die jüngsten Entwicklungen wichtige Denkanregungen für Verpackungen für Waren des tägli-chen Bedarfs liefern.

Neue Szenarien zum Energieverbrauch der Welt bis 2050

Die Shell Deutschland Oil GmbH hat in einer Vortragsveranstaltung auf der Neuen Messe Leipzig ihre neuesten Szenarien zur Energieversorgung bis zu den Jahren 2025 und 2050 vorgestellt. Die Aktualität der Studien, die Grundlage der Szenarien sind, ergibt sich aus der Tatsache, dass der Weltenergieverbrauch in den letzten Jahren stärker gestiegen ist, als nach dem Wirtschaftswachstum zu erwarten war. Dabei war in den Jahren 2001 bis 2004 die Zunahme des Ölverbrauchs zu 40 % auf die Nachfrage in der Volksrepublik China zurückzuführen. Noch Mitte der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte man von einer Entkoppelung von Wirtschaft und Energieverbrauch sprechen.

Die vorgestellten Szenarien gehen von einer deutlichen Zunahme des Weltenergieverbrauchs aus. Dabei ist der wachsende Energiebedarf mehrerer großer Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien die Ursache für den überdurchschnittlichen Anstieg. Bis 2030 ist mit einer Verdopplung der Fahrzeugflotte der Welt zu rechnen. Dem World Business Council for Sustainable Development zufolge sind bei einer Weltbevölkerung von 9 Milliarden Menschen nicht weniger als 2 Milliarden Kraftfahrzeuge zu erwarten. Im Jahre 2075 könnte die Erde 10 Milliarden Menschen beherbergen.

Zu den Annahmen, die Grundlage der Szenarien sind, gehören ein Wirtschaftswachstum von jährlich 3,5 % in den nächsten 50 Jahren und der Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens auf mehr als 20.000 US-Dollar im Jahr. Ein besonderes Problem besteht darin, dass bei der Erschließung neuer Energiereserven mit einer rückläufigen Tendenz zu rechnen ist, dass aber der Energiebedarf bereits 2050 das Zwei- bis Dreifache des gegenwärtigen Verbrauchs erreichen kann.

Bereits in der näheren Zukunft ist in stärkerem Maße auf Erdgas als Energieträger zurückzugreifen. Bis 2050 ist zu erwarten, dass maximal 50 % des Primärenergieverbrauchs durch erneuerbare Energie gedeckt werden.

TerraTec 2007

Die nächste internationale Messe für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen, die TerraTec 2007, findet in Leipzig in der Zeit vom 5. bis 8. März 2007 statt. Zu den sechs Ausstellungsbereichen gehören: Abfälle, nachwachsende Rohstoffe und biogene Reststoffe sowie Angebote auf dem Gebiete der Messung sowie der Planung und der Kontrolle. Als Ausstellungsschwerpunkte wurden u.a. der Wissens- und Technologietransfer zwischen West- und Osteuropa sowie Fragen, die mit Abfällen, dem Recycling sowie biologischen Verfahren und den Produktcharakteristiken von Abfällen zusammenhängen, ausgewählt, außerdem Ergebnisse der Forschung und Entwicklung und das Angebot an Förderprogrammen.

Neue Rechtsvorschriften der Europäischen Union

Neue europäische Rechtsvorschriften, die bei der Herstellung sowie bei der Behandlung und beim Einsatz von Packstoffen, Packmitteln und Packhilfsmitteln zu beachten sind, sind seit dem 1. Januar 2006 verbindlich. Sie beziehen sich auf mikrobiologische Kriterien sowie auf die Vorbeugung eines Überganges schädigender Substanzen auf Lebensmittel.
Hervorzuheben sind die als "Hygienepaket" bezeichneten Rechtsvorschriften, die mit der Verordnung (EG) Nummer 2074/2005 in Kraft gesetzt worden sind und die sich speziell auf die Lebensmittelhygiene, die Tiergesundheit und auf die Überwachung der zum menschlichen Verzehr bestimmten tierischen Erzeugnisse beziehen. Die Regelungen berücksichtigen auch die Anforderungen an Fischerzeugnisse sowie die anerkannten Testmethoden zum Nachweis mariner Toxine und reichen bis zu den Anforderungen an den Kalziumgehalt von Separatorenfleisch. Das Hygienepaket ist am 5. Dezember 2005 verabschiedet worden (siehe ABl. L338 vom 22. Dezember 2005, S. 27).
Bemerkenswert ist auch die neueste Verordnung über mikrobiologische Kriterien von Lebensmitteln: Die Verordnung (EG) Nummer 2073/2005 (siehe ABl. L338 vom 22. Dezember 2005, S. 1). Diese Rechtsvorschrift ergänzt eine 2004 erlassene Verordnung, die Verordnung (EG) Nummer 852/2004, und legt die Mindestanforderungen an die mikrobielle Beschaffenheit fest. In den Rechtsvorschriften werden die Anforderungen berücksichtigt, die bei Fleisch, Milch, Eiern und Fisch sowie bei Obst und Gemüse zu beachten sind. Die Bedeutung einer Überprüfung der Prozesshygiene auf der Grundlage dieser Kriterien resultiert aus der Tatsache, dass pathogene Keime eine häufige Ursache für Lebensmittelvergiftungen sind. Verpackungen sind mögliche Überträger solcher Keime.

Mit der Verordnung (EG) Nummer 1895/2005 soll dem Übergang von Epoxyverbindungen in bedenklichen Mengen auf konservierte Lebensmittel vorgebeugt werden. Die ebenfalls seit 1. Januar 2006 verbindliche Rechtsvorschrift geht von der Tatsache aus, dass Epoxyphenol-Harzlacke zur Innenbeschichtung von Konservendosen eingesetzt werden und dass diese Harze bei einer Reaktion mit Chlor, wie es aus PVC freigesetzt wird, ein Anlass für die Bildung von Hydroxyderivaten sein können. Eine toxische Wirkung dieser Substanzen war zu vermuten. Inzwischen haben Untersuchungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBLS) ergeben, dass die kanzerogene und die gentoxische Wirkung, die vermutet wurde, nicht bedenklich ist und dass eine tägliche Aufnahme von 0,15 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht toleriert werden kann. Aus diesem Grunde wird in der neuen Verordnung ein Höchstwert von 9 Milligramm je Kilogramm Lebensmittel als Migrationshöchstwert festgelegt.

Vereinheitlichung der gesundheitsbezogenen Angaben auf den Lebensmittelpackungen

In Verbindung mit der von der EU-Kommission angestrebten Health-Claims-Verordnung wird z. Z. die Vereinheitlichung der gesundheitsbezogenen Angaben auf Packungen und in Werbemitteilungen diskutiert. Nach einem Bericht der Zeitschrift "ernährung im fokus" sollen die Angaben auf der Grundlage einer Liste erfolgen, die alle Aussagen, die erlaubt sind, berücksichtigt. Ebenso sollten alle Aussagen, die nicht erlaubt sind, festgelegt werden. Bei der Bewertung der Angaben, die weder falsch noch irreführend sein dürfen, ist vom Stand der Wissenschaften auszugehen, wobei die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zu prüfen hat, was wissenschaftlich anerkannt ist. Um einer Irreführung der Verbraucher vorzubeugen, sind bei der Bewertung der Angaben auch Bilder, Symbole und Graphiken zu beachten.

Fachwörterbuch Verpackung. Dictionary of Packaging. Deutsch, Englisch, Französisch, Italie-nisch, Spanisch, Russisch Hrsg. Erich Krämer. 3., durchgesehene Auflage 2005.1032 Seiten. Hardcover. 178,00 €. Hüthig Verlag Heidelberg.

In der Wirtschaft sind die Verpackungen oft Bestandteil von Verträgen. Ein Fachwörterbuch für Verpa-ckung ist daher nicht nur für den Informationsaustausch über die Ländergrenzen hinaus, sondern auch für Verträge innerhalb der internationalen Wirtschaftsbeziehungen sehr nützlich - ganz speziell nach den Entwicklungen, die in den letzten 20 Jahren zu verzeichnen waren. In diesen beiden Jahrzehnten wurden zahlreiche neue und weiterentwickelte Werkstoffe für die Herstellung von Verpackungen genutzt. Gleichzeitig wurden neue Packmittel entwickelt und für nicht wenige auf dem Markt befindliche Packmittel neue Bezeichnungen eingeführt. Fortschritte gab es auch in der Verpackungsnormung, und dies sowohl auf europäischer Ebene mit den EN als auch auf internationaler Ebene mit den ISO-Normen. Dies sind wesentliche Gründe für eine Neuauflage des Fachwörterbuches Verpackung, das 1968 in erster Auflage und 1990 in zweiter Auflage herausgegeben worden ist.
Als Herausgeber zeichnet Erich Krämer verantwortlich, der über Jahre in der Verpackungswirtschaft sowie in der Rationalisierungs-Gemeinschaft Verpackung des RKW und in der Verpackungsnormung in leitenden Positionen tätig war. Er hat bei den Fachwörtern neben den Grundbegriffen und wichtigen abgeleiteten Verpackungsbegriffen die Benennungen für Packstoffe, Packmittel und Packhilfsmittel sowie in der Praxis häufig benutzte Bezeichnungen, die nicht zu den Verpackungsbegriffen gehören, berücksichtigt. Der größte Teil der Fachwörter, die mit der A-Welle der Wellpappe beginnen und bis zum Zylinderfass reichen, entfällt dabei auf Packstoffe und Packmittel.

Punkt für Punkt. Das Duale System von A-Z. Herausgeber: Der Grüne Punkt. Duales System Deutschland AG. Köln 2005.

Das nur 38 Seiten umfassende Heft ist - wie der Untertitel verrät - ein alphabetisches Nachschlagewerk für die Nutzung Dualer Systeme zur Entsorgung gebrauchter Verpackungen. Dabei werden auch Einrichtungen und Organisationen sowie Festlegungen und Verfahren berücksichtigt, die für Duale Systeme wichtig sind. Die Stichworte reichen vom Abfüller - im Sinne der Dualen Systeme: der Konsumgüterhersteller, der für seine Erzeugnisse den Grünen Punkt nutzt - bis zur Zusatzvereinbarung zum Vertrag für die Nutzung des Grünen Punktes. Als Werkstoffe sind Aluminium, Getränkekarton, Karton, Kunststoffe, Papier, Pappe, PET, Verbundpackstoffe und Weißblech mit Artikeln vertreten. Ausführliche Beiträge informieren über das Duale System Deutschland, über die EU-Verpackungsrichtlinie, über die Kunststoffveredlung bzw. -verwertung sowie über die Novelle der deutschen Verpackungsverordnung.

Neue Anschrift des Deutschen Verpackungsinstituts e. V.

Die gemeinsame Geschäftsstelle des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi) und des Bundes Deutscher Verpackungsingenieure (bdvi) hat in Berlin neue Räume bezogen. Die jetzige Anschrift ist:
Kunzendorfstr. 19, D-14165 Berlin.
Die Geschäftsstelle hat neue Telefon- und Faxnummern erhalten. Sie ist in Zukunft erreichbar über:
Fon: +49 (0) 30 8049858-0
Fax: +49 (0) 30 8049858-18
Die E-Mail-Adresse lautet weiterhin: info@verpackung.org
für die Homepage gilt ebenso: http://www.verpackung.org