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European Packaging Institute (EPI)
Reports, News, Notifications - Deutsche Ausgabe 3/2006

Aktuelle Fragen der Zusammenarbeit zur Förderung des Verpackungswesens in Europa

Aktuelle Fragen der Zusammenarbeit bei der Förderung des Verpackungswesens in Europa sowie der Rolle des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. waren Gegenstand einer Beratung von Mitgliedern des Europäischen Verpackungsinstituts e. V., die am 26. September 2006 aus Anlass der 7. internationalen Verpackungsmesse in Minsk stattfand. An der Beratung nahmen Mitglieder des Instituts aus
Tschechien, Deutschland, Polen, Russland sowie Weißrussland und der Ukraine teil.

Im Verlauf der Beratung stellte Dipl-Ing. Vlado Volek, Generalsekretär des Verpackungsverbandes SYBA Prag, das Projekt eines Bildwörterbuches für Verpackung vor, das den internationalen Austausch bei Verpackungsfragen erleichtern soll. Beispiele für das Bildwörterbuch, das 14 Sprachen berücksichtigt, wurden in der Prager Verpackungszeitschrift "Svet baleni" bereits abgedruckt. Zur Diskussion standen auch neue Vorschriften der Europäischen Union, die für das Verpackungswesen von Bedeutung sind, sowie die Möglichkeiten der Weiterbildung. Vertreter des Polnischen Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrums COBRO stellten ihre Vorstellungen zur Aus- und Weiterbildung von Führungskräften sowie zur Ausgestaltung der Satzung des Instituts vor.

Entwicklungen und künftige Anforderungen an die Verpackung
Zu den Ergebnissen der Pack-Vision-Studie 2006

Unter dem Titel "Entwicklungen und Anforderungen an die Verpackung im neuen Handelsrahmen" (Originaltitel "Evolutions and challenges of the packaging in the new distribution context") hat die Pariser Innovationsberatungsgesellschaft Intuition eine Studie fertig gestellt, die im Auftrage der Pariser Weltverpackungsmesse EMBALLAGE 2006 durchgeführt worden ist. Die neue Studie dürfte wie die Pack-Vision-Studie 2004 der Gesellschaft LOEB INNOVATION zum Thema "Verpackung: Ein globaler Marktplatz - Mythos oder Realität?", die ebenfalls im Auftrage der Pariser Verpackungsmesse erarbeitet worden ist, über die unmittelbaren Fachkreise hinaus Beachtung finden.

Schwerpunkt der Untersuchungen, die in den Jahren 2005 und 2006 durchgeführt worden sind, waren die Wechselwirkungen zwischen der Verpackung und den Entwicklungen im Handel. Die mit Anhang mehr als 70 Seiten umfassende Studie liegt in einer englischen Fassung vor. Sie beruht auf einer Befragung von Experten und leitenden Persönlichkeiten der Praxis aus Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich sowie aus Japan, Südkorea und den USA und auf einer umfassenden Auswertung der gewonnenen Hinweise am Schreibtisch.

In der Welt sind in den letzten dreieinhalb Jahren - wie die Autoren eingangs feststellen - eine Viertel Mil-lion neue Produkte auf den Markt gebracht worden. Hierzu gehören 55.000 neue Lebensmittel und Getränke im Jahre 2002 sowie 81.507 im Jahre 2004. In einem besonderen Maße war der Getränkemarkt den Autoren zufolge von den Neueinführungen betroffen. Im sogenannten "Non-food"-Bereich sind zwischen 2002 und 2005 200.000 neue Produkte auf den Markt gekommen.

Interessenten an der Studie können sich wenden an: EMBALLAGE. World Packaging Exhibition. 1, rue du Parc, 92593 Levallois-Perret Cedex. France.

Geschenkideen und Verpackungen auf der 19. CADEAUX in Leipzig

Geschenke und Verpackungsmaterial für Geschenke waren Ausstellungsschwerpunkte der 19. internati-onalen Fachmesse für Geschenk- und Wohnideen, der CADEAUX 2006, die in der Zeit vom 9. bis 11. September in Leipzig stattfand. Auf dieser Messe wurden neben Papieren und Folien zum Verpacken von Geschenken neu entwickelte Geschenkverpackungen sowie spezielle Verpackungen angeboten, die wie sprechende Taschen oder Beutel selbst als Geschenk vorgesehen und nach Aussagen des Ausstellers zunehmend gefragt sind. Die Hauptanwendungsgebiete dieser Geschenke sind Geburtstage und Jubiläen.

Die CADEAUX und die zur gleichen Zeit veranstalteten Fachmessen COMFORTEX und MIDORA waren mit einem umfangreichen Vortragsprogramm verbunden. Hier standen Entwicklungen im Warenangebot sowie Probleme des Designs und Erfahrungen aus der Praxis zur Diskussion.

Aktuelle Informationen zu Fragen der Verpackung und der Verpackungsqualität

"Die Verpackung als Qualitätskriterium" war Gegenstand einer Tagung, die von der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig und der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. in Verbindung mit dem
Deutschen Verpackungsinstitut e. V. durchgeführt worden ist. Leitende Mitarbeiter der Wirtschaft und Spezialisten aus dem Qualitätsmanagement sollten mit dieser Veranstaltung Anregungen für die Nutzung der Verpackung im Qualitätsmanagement erhalten. Im Vortragsprogramm wurden die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung analysiert und die Konsequenzen für die Erzeugnis- und die Verpackungsentwicklung dargestellt. Außerdem wurden wichtige neue Regelungen zum Umweltrecht erläutert.

Der nunmehr vorliegende Tagungsband enthält neben diesen Vorträgen auch einen ausführlichen Bericht über das Vortragsprogramm und die Diskussion, außerdem auch die gegenwärtig gültige Fassung der deutschen Verpackungsverordnung, die neuesten Mitteilungen über die Arbeit der Duales System Deutschland GmbH sowie Informationen, die aus den jüngsten Studien zur Entwicklung auf dem Gebiete der Verpackung am Deutschen Verpackungsinstitut e. V. resultieren.

Interessenten an dem Sammelband, der unter dem Titel "Die Verpackung im Qualitätsmanagement" erschienen ist, können sich an das Referat Innovation/Umwelt der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, 04091 Leipzig, Telefon 0341 1267-1273, wenden.

9. Internationale Konferenz zu Trends in der Warenkunde

In der Zeit vom 27. bis 29. August 2007 findet an der Fakultät für Warenkunde der Ökonomischen Universität Poznan die 9. Internationale Konferenz zu gegenwärtigen Trends in der Warenkunde statt. Die Konferenz wird sich mit wichtigen Ergebnissen neuer warenkundlicher Forschungen sowie mit den notwendigen Schlussfolgerungen für weitere Forschungen und die Lehre an Universitäten und Hochschulen befassen. Die Konferenz, die in Verbindung mit einem internationalen Kollegium namhafter Wissenschaftler vorbereitet wird, findet anlässlich des Jubiläums einer erfolgreichen 15-jährigen Tätigkeit der Poznaner Fakultät für Warenkunde statt. Auf der im Jahre 2004 durchgeführten Internationalen Konferenz zu gegenwärtigen Trends in der Warenkunde standen 221 Vorträge von 290 Autoren aus 13 Ländern zur Diskussion. Die Ergebnisse liegen in Sammelbänden mit einem Gesamtumfang 1326 Druckseiten vor. Sie fanden in der Fachpresse zahlreicher Länder eine starke Beachtung. Internationale Beachtung fanden bereits die an der Fakultät für Warenkunde in Poznan gegründeten Lehrstühle für Verpackung und für Ökoqualität.

Neue Regelungen der Europäischen Union zu Ursprungsangaben

Im Amtsblatt der Europäischen Union sind zwei neue Rechtsvorschriften zum Schutz der Ursprungsbezeichnungen bei Lebensmitteln und anderen Erzeugnissen der Landwirtschaft veröffentlicht und bereits in Kraft gesetzt worden: Die Verordnung (EG) Nummer 509/2006 des Rates vom 20. März 2006 über die garantiert traditionellen Spezialitäten bei Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln (ABl. L93 vom 31. März 2006, S. 1) und die Verordnung (EG) Nummer 510/2006 des Rates vom 20. März 2006 zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L93 vom 31. März 2006; S. 12). Diese Rechtsvorschriften lösen zwei einschlägige Verordnungen aus dem Jahr 1992 ab. Mit den neuen Verordnungen werden die Vorschriften für die Registrierung von geschützten geografischen Ursprungsbezeichnungen (g. g. A.) sowie von geschützten Ursprungsbezeichnungen (g. U.) und von garantiert traditionellen Spezialitäten (g. t. S.) präzisiert und vereinfacht. Die Verordnungen dienen dem Ziel, die besondere Qualität regionaler und traditioneller Produkte anzuerkennen und Produkte mit geschützten Ursprungsbezeichnungen von anderen Erzeugnissen klar abzugrenzen. Damit sollen Verbraucher vor irreführenden Angaben geschützt und den rechtmäßigen Herstellern Schutz vor unlauteren Wettbewerbern gewährt werden.
In Europa sind bereits mehr als 700 Produktbezeichnungen geschützt worden, aus Deutschland dabei 36. 48 weitere Bezeichnungen befinden sich im Anmeldeverfahren.

EU-einheitliche Angaben zur Lebensmittelqualität auf Verpackungen

Das Europäische Parlament hat die Beratungen über die "Verordnung zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel" abgeschlossen. Die unter der Bezeichnung
"Health-Claims-Verordnung" seit geraumer Zeit diskutierte Rechtsvorschrift wurde als Grundlage für die EU-einheitlichen Aussagen zur Lebensmittelqualität entwickelt und ist daher ein wichtiger Beitrag zum Verbraucherschutz. Mit der Verordnung werden 24 unterschiedliche Nährwertangaben geregelt, so dass Missverständnissen bei Angaben über die Lebensmittelqualität vorgebeugt wird. Die Regelungen betreffen neben nährwertbezogenen Angaben auch gesundheitsbezogene Angaben sowie Angaben mit Bezug auf gesundheitsbezogene Risiken und auf Kinder.

Health-Claims sind grundsätzlich nur bei Lebensmitteln mit einem bestimmten Nährwertprofil erlaubt, so z. B. bei Lebensmitteln, bei denen der Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren sowie an Zucker oder Salz einen vorgegebenen Wert nicht übersteigt.

Neue Geschmacksmuster

Beim Europäischen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt sind im ersten Halbjahr 2006 7361 Geschmacksmuster angemeldet worden. Der Schutz ist für Erzeugnisse und Verpackungen möglich, die
gegenüber gleichartigen Gegenständen verbessert sind, z. B. durch neue Anforderungen oder Gestaltungen und die zugleich eine neue schöpferische Leistung darstellen.
In den Jahren 2003 bis 2005 sind beim Europäischen Harmonisierungsamt nicht weniger als 37883 Ge-schmacksmuster registriert worden. Die meisten Registrierungen betrafen Gegenstände aus Deutschland (30,68%), gefolgt von Gegenständen aus Italien und Frankreich.
Die Anmeldungen, die mit einer Gebühr von 350 Euro verbunden sind, sichern einen Schutz für drei Jahre.

Internetseite der Europäischen Kommission

Über die wichtigsten Aktivitäten der Europäischen Kommission, die für alle Bereiche der Politik und der Wirtschaft von Bedeutung sind, informiert die Kommission als Exekutivorgan der Europäischen Union lau-fend auf ihrer Internetseite. Die Mitteilungen der Europäischen Kommission vermitteln einen Einblick in die politischen Entscheidungsprozesse. So informieren die Interessenten über Strategien, Festlegungen und Maßnahmen für Wirtschaft und Gesellschaft sowie in internationalen Angelegenheiten und in institu-tionellen Fragen. Dabei werden auch Hilfs- und Förderprogramme und mögliche Beihilfen berücksichtigt.
Näheres unter http://www.ec.europa.eu/index_de.htm

14 Sammelbände mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen auf dem Gebiete der Verpackung

Zur Erschließung neuer Erkenntnisse und Erfahrungen bei der Entwicklung sowie bei der Herstellung und Verwertung von Verpackungen hat der ukrainische Verpackungsverband "Ukrsojuzupakovka" bisher 14 Sammelbände herausgegeben. Der Verband, der seit seiner Gründung mit dem Deutschen Verpackungsinstitut e. V. (DVI) zusammenarbeitet und Gründungsmitglied des Europäischen Verpackungsinstituts e. V. (EVI) ist, sieht eine wichtige Aufgabe in der Entwicklung des Informationsaustausches zwischen den Fachleuten sowie in einer Öffentlichkeitsarbeit, durch die die Bevölkerung über die Bedeutung progressiver Verpackungen und einer Schließung des Verpackungskreislaufes aufgeklärt wird. In diesem Sinne wurden auch Dokumentationen erarbeitet und zahlreiche Beiträge der Fach- und der Tagespresse zur Verfügung gestellt. Hervorzuheben sind die Sammelbände "Der Grüne Punkt ist das Symbol der Reinlichkeit" und "Abfallverwertung - Europäische Erfahrungen" sowie auch der erst 2005 erschienene Sammelband über das Europäische Verpackungsinstitut e. V., der unter dem Titel "Publikationen, Berichte, Verpackungen, europäische Erfahrungen" herausgegeben worden ist und ein Beleg für das Echo des Instituts in Osteuropa ist.

Initiator des Verbandes ist das Kiewer Unternehmen "Paket", das sich in den letzten 5 Jahrzehnten zu ei-nem führenden Unternehmen der regionalen Industrie in der Ukraine entwickelt hat und mit Verpackungen und anderen Erzeugnissen aus Karton und Pappe Maßstäbe setzt.

Mehr als 500 Expertisen zur Verpackung im Jahr

Mehr als 500 Expertisen und mehr als 10 Forschungsvorhaben werden gegenwärtig von den Mitarbeitern des Polnischen Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrums COBRO jährlich in Warschau bearbeitet. Schwerpunkt der Forschungen sind innovative Packstoffe und Packmittel sowie Barrierewerkstoffe und Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Ein Teil der Forschungsvorhaben ist Gegenstand der internationalen Zusammenarbeit im Rahmen von EUREKA-Projekten.

Das Warschauer Forschungs- und Entwicklungszentrum verfügt über zwei akkreditierte Laboratorien. So haben das Laboratorium für die Prüfung von Verpackungsmaterialien und Verkaufsverpackungen und das Laboratorium für Transportverpackungen vom Polnischen Akkreditierungszentrum die Akkreditierungsurkunde erhalten. Die COBRO-Zertifikate bestätigen, dass die Verpackungen den eingeführten Normen bzw. Standards entsprechen, so u. a. auch den Anforderungen der Vereinten Nationen an die Verpa-ckung gefährlicher Güter und an die Recyclingfähigkeit.

Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung und neue Fortschritte in den Ländern der GUS

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiete der Verpackung und neue Fortschritte bei der Verpa-ckungsentwicklung in den Ländern der GUS sind der inhaltliche Schwerpunkt eines neuen Sammelbandes, der vom Armenischen Verpackungsverband ARMENPAK in YEREVAN den Fachkreisen vorgestellt worden ist. Die nunmehr vorliegende Ausgabe ist der 5. Band in der Reihe der Publikationen des Verbandes mit dem englischen Titel "PACKAGING. MATERIALS. EQUIPMENT, TECHNOLOGIES. NEWS. Collection of materials. Part V". Er enthält mehr als 20 Beiträge, darunter auch Originalaufsätze von 10 namhaften Autoren aus Armenien, Russland, Weißrussland und Deutschland, die in Armenisch, Englisch und Russisch abgefasst worden sind. Sie zeigen, mit welcher Sorgfalt Fachmessen, Tagungen und Verpackungswettbewerbe vom Armenischen Verpackungsverband ausgewertet werden und wie durch eigene Forschungen und den internationalen Austausch die Übersicht über die wichtigsten Entwicklungen gesichert wird. Für die Fachkreise in der Europäischen Union dürften die Beiträge von besonderem Interesse sein, die über neue Forschungsergebnisse und die Fortschritte in den Ländern der GUS informieren. Hervorzuheben sind dabei die Studie über den Einsatz von Verpackungen aus BOPP in der russischen Lebensmittelindustrie, über armenische Untersuchungen zur Verpackung von Käse und über die Ergebnisse eines Verpackungswettbewerbs für Studenten, an dem sich Studierende von 33 Universitäten und Hochschulen aus Russland, der Ukraine sowie aus Armenien und Weißrussland beteiligt hatten. Weitere Beiträge, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind, befassen sich mit den Ergebnissen der Russopack 2005, mit der Verpackungsentwicklung in Weißrussland sowie mit den Anforderungen, die in Armenien an die Etikettierung, die Markierung und die Verpackung gestellt werden.

Den Blick über die Grenzen der GUS hinaus öffnen ein Aufsatz zum Thema "Entwicklungen auf dem Ge-biete der Verpackung (Möglichkeiten und Grenzen)", verschiedene Literaturberichte, wie z. B. ein ausführlicher Bericht über die Entwicklung des Werkstoffes ECOLEAN, über Probleme des Recyclings von Po-lystyrol sowie über die Anwendung von PET und der Polyethylene. An Hand von Beiträgen aus den "Reports, News, Notifications" wird über die Tätigkeit des Europäischen Verpackungsinstituts informiert.

Neue Lehrmaterialien zur Verpackungsentwicklung

In Verbindung mit den Weiterbildungsveranstaltungen, die in der letzten Zeit durchgeführt worden sind, ist in Leipzig die Sammlung der Lehrmittel und Lehrtexte auf dem Gebiete der Verpackung ergänzt und erweitert worden. Schwerpunkte der Lehrmaterialentwicklung waren die neuen Anforderungen an die Ver-packung sowie neue Verpackungsentwicklungen. Zu den Ergebnissen gehören neue Demonstrations-muster und Overhead-Folien. Die entwickelten Folien befassen sich mit Fortschritten auf dem Gebiete der Verpackung sowie mit neuen Anforderungen an Verpackungen. Sie reichen bis zu den neuesten Über-sichten über die Entwicklung der Verpackungswirtschaft und der Verpackungstechnik.
Ein weiteres Ergebnis der Lehrmaterialentwicklung sind Neuauflagen der Sammelbände über "Warenkunde als Impulsgeber" sowie über "Innovative Entwicklungen bei Verpackungen aus abbaubaren
Werkstoffen".
Ein Teil der neuen Lehrmaterialien wurde auch bei Vorträgen in Polen und Weißrussland eingesetzt.

Informationen auf Verpackungen in der Kritik

Die Angaben über das Produkt auf den Verpackungen sind gegenwärtig ein Schwerpunkt der öffentlichen Kritik. Dies geht sowohl aus Äußerungen aus Kreisen der Verbraucherberatung als auch aus den in den letzten Monaten veröffentlichten Berichten über Warenteste hervor. So haben die in der Zeitschrift "test" veröffentlichten Testergebnisse eine außerordentlich bedenkliche Situation offenbart. So mussten bei 10 von 24 Orangensäften die Angaben über das Produkt als mangelhaft bewertet werden.
Die Stiftung Warentest berücksichtigt bei dieser Bewertung die Einhaltung der Rechtsvorschriften bei den Angaben, so z. B. der Vorschriften über Fertigpackungen, Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel, die Hinweise zur Anwendung und zur Lagerung, die Verständlichkeit der Aussagen sowie die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit der Angaben.

RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.: Übersicht der RAL-Gütezeichen, 29. Ausgabe. Mai 2006. 72 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Sankt Augustin 2006.

Die vorliegende Ausgabe vermittelt eine Übersicht über die Möglichkeiten, die vom RAL, dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. zur Gütekennzeichnung mit Hilfe branchenmäßig orientierter Gemeinschaftszeichen geboten werden. Die RAL-Gütezeichen werden heute für Werkstoffe ein-schließlich Recyclaten sowie für Produkte und Dienstleistungen verliehen, wenn die Anforderungen der jeweiligen Gütegemeinschaft an die Güte- und Prüfmerkmale erfüllt sind. Gegenwärtig werden mehr als 200 RAL-Gütezeichen genutzt. Die Liste der Gütezeichen reicht dabei von A wie Abfallbehälter aus Kunststoff und Stahl bis Z wie Zinkdruckguss.

Verpackungstechnik. Mittel und Methoden zur Lösung der Verpackungsaufgabe. Herausgeber: Fraunho-fer Gesellschaft e. V. 1777 Seiten, Loseblattwerk in zwei Ordnern. 88 Euro zur Fortsetzung. Hüthig Verlag Heidelberg. ISBN 3-7785-2354-6

Als Teilgebiet der Verarbeitungstechnik widmet sich die Verpackungstechnik den Prozessen, die zum Verpackung von Erzeugnissen notwendig sind. Das erst 2003 herausgegebene "Lexikon der Verpackungstechnik" definiert die Verpackungstechnik etwas umfassender als technischen Wissenszweig, "der unter Nutzung verarbeitungstechnischer, maschinentechnischer, werkstoff- und produktspezifischer sowie logistischer Sachverhalte die Analyse, Synthese und industrielle Realisierung von Prozessen der Herstellung und Verwendung der Verpackung zum Gegenstand hat".

Noch umfassender wird die Verpackungstechnik in dem hier vorliegenden Handbuch betrachtet. Es befasst sich "mit Fragen rund um die Verpackungstechnik" und will dabei - dem Vorwort zufolge - "dem Praktiker nutzbare Handlungsanleitungen" vermitteln. Daher wird der Untertitel des Handbuches "Mittel und Methoden zur Lösung der Verpackungsaufgabe" durch 7 Stichworte ergänzt. Dies sind Strategien, Entwicklung, Systeme, Packmittel, Maschinen, Prüfung und Kosten. Die Beiträge des Werkes sind in den Jahren 1996 bis 2004 entstanden und reichen vom Packgut bis zur Geschichte und zur wirtschaftlichen Bedeutung der Verpackung.

Neuer Name für das EuroHandelsinstitut (EHI)

Das in Köln tätige EuroHandelsinstitut (EHI) wird künftig unter dem englischen Namen Retail Institute firmieren. Der neue Institutsname soll der zunehmenden Internationalisierung des Handels und der globalen Ausrichtung der Institutsarbeit Rechnung tragen. Die Forschung des Instituts wird auch in Zukunft auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet bleiben. Das internationale Netzwerk des Instituts soll jedoch schrittweise ausgebaut werden.