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Ausgabe 01/2008
Ausgabe 03/2008

European Packaging Institute (EPI)
Reports, News, Notifications - Deutsche Ausgabe 1/2008

Internationale Norm zu Rückverfolgungssystemen

In internationaler Zusammenarbeit ist im ISO/TC 34/WG29 eine Norm erarbeitet worden, die die Grundsätze und die Anforderungen festlegt, denen Rückverfolgungssysteme ent- sprechen sollen. Sie ist bereits bei der Ausarbeitung auf europäischer Ebene abgestimmt worden, speziell mit Rücksicht auf die Verordnung (EG) Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Januar 2002, auf die Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und auf Verfahren für die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit.

Neben den Grundsätzen und den grundsätzlichen Anforderungen berücksichtigt die Norm die Ziele, die mit den Systemen für die Rückverfolgbarkeit erreicht werden sollen, die speziellen Anforderungen an interne Audits und an die Auswertung der Ergebnisse. Die Norm ist für Organisationen bestimmt, die auf den unterschiedlichen Stufen der Futter- und Lebensmittelkette tätig sind und gibt Anregungen für alle Bereiche, in denen die Rückverfolgbarkeit gesichert werden muss - unter Berücksichtigung der Rohstoffe, der Zwischen- und Endprodukte sowie der Packstoffe und Packmittel.
Die Norm hat den Titel ISO 22005:2007-10 Rückverfolgbarkeit in der Futter- und Lebensmittelkette - Allgemeine Grundsätze und grundlegende Anforderungen für die Gestaltung und Verwirklichung von Systemen.

Überarbeitung der ISO 9001

Die Norm ISO 9001, die noch in der Fassung von 2000 gültig ist und in dieser Form Grundlage für die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen ist, wird zurzeit überarbeitet. Ein Zwischenergebnis ist der Entwurf ISO 9001:2007-10. Er sichert die Kompatibilität mit ISO 14001 aus dem Jahr 2004 und verbessert die noch gültige Fassung durch Präzisierung, verständlichere Aussagen und durch Auswertung von Erfahrungen, die in der Praxis mit der Norm gewonnen worden sind.

Projekt „Biokunststoffe PLA“

Institute und Unternehmen aus 6 europäischen Ländern sind an einem Forschungsprogramm beteiligt, das als Cornet-Projekt „Biokunststoffe PLA“ in den Jahren 2008 und 2009 durchgeführt wird. Die Untersuchungen, in die Spezialisten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen und Slowenien einbezogen worden sind, reichen von der Marktanalyse und der Untersuchung der Rohstoffe bis zur Wiederaufbereitung und zur Verwertung der PLA-Erzeugnisse.

Das Forschungsprogramm besteht aus 6 aufeinander aufgebauten Arbeitspaketen. Im ersten dieser Pakete geht es um die Marktanalyse und um die Auswahl der Polylaktid-Typen für die weiteren Untersuchungen. Im zweiten Arbeitspaket werden diese Polylaktid-Typen auf die Übereinstimmung mit den Datenblättern überprüft und Voraussetzungen für Europäische Normen geschaffen. Im dritten Arbeitspaket werden die Möglichkeiten untersucht, die zur Verarbeitung der ausgewählten Polylaktid-Typen bestehen, insbesondere durch Spritzgießen, Tiefziehen, Blasformen und Extrusion. Im vierten Arbeitspaket werden die Einflüsse der Verarbeitungsverfahren auf die Eigenschaften der Werkstoffe überprüft. Im fünften Arbeitspaket kommt es auf Prüfungen im Gebrauch an. Schwerpunkte sind dabei die Eignung dieser Biokunststoffe für die Verpackung von Lebensmitteln sowie Europäische Normen für die Prüfung von Biokunststoffen.

Hauptziele des sechsten Arbeitspakets sind die Ermittlung der Bedingungen für die biotische Abbaubarkeit und die Erarbeitung von Konzepten für die Einbeziehung von Polylaktid in den Stoffkreislauf. Dabei ist auch eine CO2-Lebenskreisanalyse vorgesehen.
Weiterführende Informationen bietet www.bio-packing.at

EUREKA-Projekte zur Förderung des Verpackungswesens

Das polnische Verpackungsforschungs- und Entwicklungszentrum COBRO hat in den letzten vier Jahren vier Forschungsthemen des EUREKA-Programms bearbeitet. Untersucht wurden dabei Fragen des Einsatzes von Dosenlacken, der Prüfung der Schutzfunktion sowie der möglichen Verbesserung der Qualität der Lebensmittelverpackungen und der Entwicklung mehrlagiger Packstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen.

Mit dem Projekt CANBA, das in Verbindung mit dem schwedischen Verpackungs-forschungsinstitut PACKFORSK an Werkstoffen für Lebensmitteldosen durchgeführt worden ist, wurde das Ziel verfolgt, die Lebensmittelsicherheit durch die Minimierung der Migrationsbedingungen zu erhöhen. Ergebnisse der Forschungen sind Prüfverfahren für die Bestimmung des Gehalts der Dosenlacke an bedenklichen Substanzen bei Getränkedosen, die vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) genutzt werden können, und Schlussfolgerungen für die Produktion von Dosenlacken auf Epoxidharz-Basis.

Das Projekt „EUROTEST“, das ebenfalls gemeinsam mit PACKFORSK bearbeitet wurde, diente der Entwicklung von Prüfverfahren für die Bestimmung der Eignung der Verpackung von Konsumgütern für die Distribution in Europa. Die Untersuchungen, bei denen die Gefahren beim Transport auf der Straße besonders berücksichtigt worden sind, wurden an Haushaltwaren und elektronischen Konsumgütern durchgeführt.

In einem dritten mit PACKFORSK bearbeiteten Projekt mit dem Titel „Shopping Basked“ wurden Möglichkeiten für die Verbesserung der Verpackung verschiedener Lebens-mittelhersteller aus beiden Ländern in Verbindung mit den ökologischen, ökonomischen und logistischen Anforderungen in der Europäischen Union untersucht.

Gemeinsam mit dem Zentrum für Polymerchemie der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Herstellern von Mehrschichtfolien wurde außerdem ein EUREKA-Projekt zum Thema „Mehrschicht-Verpackungsmaterial aus erneuerbaren Rohstoffen“ bearbeitet. Hauptergebnis dieses Projektes ist die Herstellung eines mehrlagigen Packstoffs aus Papier und aus einer neuen Generation bioabbaubarer Polymere - ein Verfahren, das in Polen bereits als Patent angemeldet worden ist. Bemerkenswerte Ergebnisse hat COBRO auch bei Forschungen zur Entwicklung des Verpackungswesens im Lande, bei der Prüfung und Zertifizierung von Verpackungen und Verpackungsmaschinen und bei der Bearbeitung von Normen erzielt. So erbrachte das Forschungsprogramm „Verpackung als Stimulus für das ökonomische Wachstum in der Region und für einen verbesserten Umweltschutz“ wichtige Anregungen für die Entwicklung des Verpackungswesens in Polen.

EU-Kunststoff-Richtlinie präzisiert

Die 4. Veränderung der Kunststoff-Richtlinie der Europäischen Union war ein Thema der letzten Beratungen der Arbeitsgruppe Umwelt und Produktsicherheit des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. Dabei wurde die besondere Bedeutung dieser unter der Bezeichnung 2002/72/EC erlassenen Richtlinie für die Anwendung von Kunststoffen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen können, unterstrichen. Speziell hervorgehoben wurde von den Beratungsteilnehmern die Präzisierung der Richtlinie durch Einführung des Terminus „funktionale Barriere“, durch den Vorschlag eines Fettreduktionsfaktors sowie eines Simulanz-Mediums für Milch. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass in Zukunft mehr Details für Konformitätsbestätigungen erforderlich sind. Funktionale Barrieren müssen sichern, dass nicht mehr als 0,01 mg/kg auf die Lebensmittel übergehen. Als Simulanzmedium für Milch wird 50%-iges Ethanol vorgeschlagen.

Fortschritte durch warenkundliche Erkenntnisse

Als Ergebnis einer Auswertung der Untersuchungen zur Warenkunde im Leipziger Hochschulwesen ist in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig ein neuer Sammelband mit dem Titel „Aspekte der Warenkunde“ und dem Untertitel „Die warenkundliche Forschung und Lehre in Leipzig im Dienste der Praxis“ herausgegeben worden. Der Sammelband baut auf der Publikationsauswahl auf, die 2007 unter dem Titel „Aspekte der Warenkunde I – Ergebnisse der warenkundlichen Forschung und Lehre in Leipzig“ vorgelegt worden ist.

Die neue Publikationsauswahl verdeutlicht an Hand von Aufsätzen, Berichten, Rezensionen und Informationen die Fortschritte, die in der Wirtschaft durch warenkundliche Erkenntnisse möglich sind. So gibt ein mit „Forschungsreisen mit Nutzen für die Wissenschaft und die Praxis“ überschriebener Aufsatz in Verbindung mit speziellen Berichten über die Forschungen und über die zur Auswertung der Reisen veranstalteten Kolloquien eine Übersicht über wichtige Ergebnisse, so z. B. über die gewonnenen Erkenntnisse über die Umwelteinflüsse auf die Erzeugnisqualität sowie über mögliche Qualitätsveränderungen beim Transport und bei der Lagerung und über die Möglichkeiten einer Verhütung von Schäden. Im Verlauf der Forschungsreisen wurden 35 000 Messwerte über die Transportbeanspruchungen gewonnen sowie 16 000 Prüfungen an den mitgeführten Erzeugnissen durchgeführt und 3000 Qualitätsveränderungen und Schäden beobachtet. Einen breiten Raum nehmen auch Fragen der Entwicklung der Normung und der Qualitätssicherung ein. Dabei wird die Bedeutung nachgewiesen, die die Fortschritte der Warensystematik, der Warenprüfung und der Warenpflege für die Hebung des Niveaus der Normen und des Qualitätsmanagements haben. Die Publikationsauswahl reicht bis zu warenkundlichen Arbeiten für das Warenzeichenwesen sowie für das Erfindungswesen und Patente.

Umweltkennzeichnung von Produkten

Die von der Internationalen Standardisierungsorganisation ISO vorgeschlagenen Umweltkennzeichnungen und –deklarationen sind in Zukunft Gegenstand einer Norm des DIN. Die Norm ist bereits vom DIN, dem Deutschen Institut für Normung e. V., als DIN ISO 14025:2007-10 unter dem Titel „Umweltkennzeichnungen und –deklarationen – Typ III-Umweltdeklarationen – Grundsätze und Verfahren“ veröffentlicht worden.
Die Norm trägt den verbreiteten Forderungen nach Informationen über die Umweltwirkungen, die von einem Produkt ausgehen können, Rechnung. Grundlage für die Aussagen sind Ökoprofile, Umweltdeklarationen für Produkte bzw. Umweltproduktdeklarationen, die ökologische Vergleiche zwischen gleichartigen Produkten ermöglichen.

Neue Normen zu sensorischen Prüfungen

Zwei neue Normen zu sensorischen Prüfungen sind als „DIN EN ISO 4120:2007-10 Sensorische Analyse – Prüfverfahren - Dreiecksprüfung und als ISO 5495:2007-10 Sensorische Prüfverfahren – Paarweise Vergleichsprüfung eingeführt worden. Mit der Normung der Grundbegriffe und der Grundlagen der sensorischen Prüfungen wird der Tatsache Rechnung getragen, dass diese Prüfungen nicht nur der Ermittlung äußerlich erkennbarer Fehler oder von Veränderungen der Produkte dienen. Mit den steigenden Anforderungen an die Erzeugnisqualität werden auch zunehmend höhere Anforderungen an die Qualität und die Intensität der sensorischen Qualitätskriterien gefordert, z. B. bei Veränderungen in der Rezeptur, der Technologie sowie der Behandlung, der Lagerung und der Verpackung.

Ucherek, M.: Lagerfähigkeit von Lebensmitteln in modifizierter Atmosphäre. 244 Seiten, 76 Tabellen und 43 Abbildungen. Verlag der Ökonomischen Universität Krakau o. J. (2007).

Das neueste Buch aus dem Department für Verpackung der Ökonomischen Universität Krakau ist das Ergebnis der in jüngster Zeit durchgeführten Forschungen zur Lagerfähigkeit von Lebensmitteln, die unter einer Schutzgasatmosphäre verpackt worden sind. Auf der Grundlage solider theoretischer Untersuchungen und einer Auswertung empirischer Studien wurden am Krakauer Verpackungsdepartment Methoden zur zuverlässigen Bestimmung und Kontrolle der Lagerfähigkeit von Produkten in der modifizierten Atmosphäre entwickelt. Als Beispielkategorie für die empirischen Studien wurden Erdnüsse ausgewählt. Bei den Versuchen wurden die Wechselwirkungen zwischen Produkt, Kryptoklima, Verpackung und Umgebungsbedingungen sowie die Auswirkungen auf die Erzeugnisqualität berücksichtigt.Im Ergebnis der Untersuchungen fordert die Autorin ein neues Herangehen an Prüfungen der Lagerfähigkeit von Produkten unter Schutzgasen. Wichtige Ergebnisse, die bisher bei den Arbeiten in Krakau erzielt werden konnten, sind ein verkürztes Prüfverfahren für die Bestimmung der Lagerfähigkeit sowie Simulationsmodelle und Software für weitere Untersuchungen, so z. B. für die Ermittlung der Auswirkungen möglicher Einflussfaktoren auf den Verlust der Lagerfähigkeit, auf bestehende Risiken und auf die Auswahl der Verpackung. Die in Verbindung mit den Untersuchungen erarbeitete Software „SHELF-LIFE MAP“ soll der einfachen und effektiven Bestimmung und Kontrolle der Lagerfähigkeit dienen.

Fortschritte in der chinesischen Verpackungsproduktion

Umweltfreundliche Verpackungen, Geschenkverpackungen und neue Packmittel aus Kunststoff sind die inhaltlichen Schwerpunkte der Ausgabe 2/2007 der Zeitschrift „Hong Kong Packaging“, die jährlich in zwei Ausgaben vom Hong Kong Trade Development Council herausgegeben wird. Weitere Beiträge dieser Ausgabe sind ein Vorbericht über die nächste Verpackungsmesse in Hong Kong, die Hong Kong International Printing & Packaging Fair in der Zeit vom 28. April bis 1. Mai 2008, sowie Artikel über Verpackungen aus Weißblech und aus Holz, die den Anforderungen des Exports entsprechen. Die redaktionellen Beiträge und zahlreiche Anzeigen verdeutlichen die Fortschritte der chinesischen Verpackungsproduktion in der letzten Zeit. Die Beiträge und die Anzeigen sind in Chinesisch und Englisch abgefasst. Interessenten an der Ausgabe können sich wenden an den Hong Kong Trade Development Council, 38th Floor, Office Tower, Convention Plazza, 1 Harbour Road, Wanchai, Hong Kong, Circulation Section, Publications Department, Fax (852) 2824 0249.

2007/08. Schweizer Verpackungs-Katalog. Jahrbuch für Design, Verpackungsmaterial und –technik. 62. Jahrgang. Laufenburg: Binkert Medien AG 2007. 136 Seiten. DIN A4.

Der Katalog vermittelt mit Hilfe eines Verzeichnisses der in der Schweiz angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie der Firmen, die dieses Angebot sichern, und ausgewählter Firmenprofile eine Übersicht über den Verpackungsmarkt der Schweiz, der auch Vertretungen wichtiger ausländischer Unternehmen berücksichtigt. Mehr als die Hälfte des Textes entfällt in der neuen Ausgabe auf Beiträge zu Entwicklungen von Packmitteln, Packhilfsmitteln und Verpackungsmaschinen sowie auf Firmenmitteilungen und Anzeigen. Besonders werden in diesem redaktionellen Teil die Fragen der Verpackungsgestaltung berücksichtigt. Unter „Trends“ findet der Leser Beiträge über „Die Schweizer Verpack- ungsindustrie in Zahlen“, über „Schweizer Verpackungsmaschinenhersteller: Ganz vorne dabei“ und über den Verpackungsdruck, unter „Verpackung und Marketing“ Beiträge zu den Themen „Mit Formen und Farben Identität kreieren“, „Verpackungsgestaltung für die jüngste Zielgruppe“ und „Exklusive Verpackungen mit Premiumcharakter und Zweitnutzen“.

Rund um PU-Schaum

Unter diesem Titel hat die PDR Recycling GmbH + Co KG Thurnau eine Broschüre heraus- gegeben, in der die Branchenlösung zur Sammlung und Verwertung von gebrauchten Poly- urethanschaum-Dosen vorgestellt wird. Sie kann unter der Anschrift: Am alten Sägewerk 3, in D-95349 Thurnau, angefordert werden.